Air-Berlin-Vorstandschef Joachim Hunold gibt sein Amt auf. Der Vorstandchef von Air Berlin legt sein Amt zum 1. September nieder. Das teilte er am Donnerstag in Berlin mit. Übergangsweise soll der frühere Deutsche-Bahn-Chef Hartmut Mehdorn das Unternehmen führen.
Air Berlin muss offenbar sparen. Die zweitgrößte Fluggesellschaft Deutschlands will das Streckennetz ausdünnen und außerdem die Flotte an Flugzeugen verkleinern. Wie der Chef der Air Berlin, Joachim Hunold, am Donnerstag sagte, hätten bisherige Maßnahmen nicht ausgereicht, um die höheren Belastungen durch die Luftverkehrssteuer, erhöhte Kerosinpreise sowie die Auswirkungen der Unruhen in Nordafrika auf das wichtige Ägypten-Geschäft aufzufangen.
Air Berlin streicht Flug-Strecken
Das bedeutet in der Konsequenz für Air Berlin, dass einige Flugstrecken gestrichen werden. Storniert werden sollen laut Hunold unter anderem die Strecken Frankfurt-Hamburg, Frankfurt-Neapel, Stuttgart-St. Petersburg, München-Kairo und Düsseldorf-Paris. Außerdem werde sich Air Berlin zum Teil von einigen Regionalflughäfen zurückziehen. Die Fluggesellschaft will sich auf die Drehkreuze Berlin, Düsseldorf, Palma de Mallorca und Wien konzentrieren. Erfurt solle als Standort von Air Berlin ganz aufgegeben werden.
Außerdem soll laut Air Berlin-Chef Hunold im zweiten Halbjahr die Kapazität um mehr als eine Million Sitze verringert werden, was eine Reduzierung der Flotte um acht Flugzeuge bedeute. dapd/dpa/AZ