Nur wenige Wochen nach der Herabstufung der US-Bonität durch die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) tritt deren Präsident Deven Sharma zurück. Das bestätigte S&P am Montagabend in New York. Zuvor hatten bereits die Zeitungen "The Financial Times" und "The Wall Street Journal" über den bevorstehenden Rücktritt berichtet.
Sharmas Nachfolge werde am 12. September der 53-jährige Douglas Peterson antreten, der bisher Top-Manager bei der Citibank ist, teilte das S&P-Mutterunternehmen McGraw-Hill mit. Der 55-jährige Sharma werde noch bis Jahresende als Berater für McGraw-Hill tätig sein. Er ist seit 2007 S&P-Präsident.
In den Zeitungsberichten hieß es unter Berufung auf informierte Kreise, Sharmas Rücktritt sei bereits vor der Herabstufung der Kreditwürdigkeit der USA am 5. August in Planung gewesen. Die Herabsetzung hatte die internationalen Finanzmärkte in Turbulenzen gestürzt und war von der Regierung von US-Präsident Barack Obama scharf kritisiert worden, die die Analysen der Ratingagentur als fehlerhaft bezeichnete. (dapd)