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21. September 2011 08:10 Uhr

Tarife steigen um fast elf Prozent

Der Winter naht, der Gaspreis steigt

Mindestens 223 Gasversorger in Deutschland wollen demnächst die Preise erhöhen. Im Schnitt steigt der Gaspreis damit um 10.7 Prozent. Kunden sollten vergleichen und wechseln.

Gaspreiserhöhungen muss man nicht mitmachen. Denn auf dem Gasmarkt gibt es viele günstige Anbieter. (Bild: dpa)

Kaum nähert sich die kalte Jahreszeit, ziehen prompt die Gaspreise an. Das Verbraucherportal toptarif.de teilte am Mittwoch mit, auf einen vierköpfigen  Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden Gas kämen bei den für Oktober oder November geplanten Erhöhungen somit jährliche Mehrkosten von etwa 141 Euro zu.

Daniel Dodt, Experte des Verbraucherportals, empfiehlt Kunden die verschiedenen Anbieter zu vergleichen und unter Umständen zu wechseln. Im Durchschnitt gebe es in jeder  Großstadt 24 Anbieter, die Gas billiger anböten als die großen  Grundversorger mit ihren preiswertesten Tarifen. Eine  Wettbewerbsanalyse in den hundert größten deutschen Städte habe  ergeben, dass viele große örtliche Grundversorger bei ihrer  Preisgestaltung nur im Mittelfeld rangierten und von vielen  Mitbewerbern unterboten würden.

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Die Versorger begründen die Preiserhöhungen meist mit  dem steigenden Ölpreis: Viele Unternehmen haben langfristige  Lieferverträge, die an den Ölpreis gekoppelt sind. Verteuert sich  das Öl, zieht der Gaspreis mit einer Verzögerung von etwa einem  halben Jahr nach. Es gibt mittlerweile allerdings auch Anbieter,  die sich kurzfristig am Spot-Markt Gas besorgen. Daher wird der  Unterschied zwischen den Gaspreisen nach Beobachtung der  Verbraucherportale mit der Zeit immer größer.

So geht's: Vergleichen und wechseln

Tipp: Zur Berechnung  des günstigsten Tarifs müssen der Jahresverbrauch in  Kilowattstunden laut Jahresabrechnung und die Postleitzahl  eingegeben werden. Wenn auf der Gasrechnung der Verbrauch nur in  Kubikmetern angegeben ist, kann der Wert mit 9,2 multipliziert  werden, um einen annähernden Wert in Kilowattstunden zu erhalten.

Meist müssen an den neuen Anbieter per Post, Telefon oder  Internet die persönlichen Daten wie Name und Anschrift übermittelt  werden, daneben Angaben zum bisherigen Energieversorger, die  dortige Kundennummer, die Nummer des Gaszählers sowie der  gewünschte Liefertermin. Danach erhält der Kunde eine Bestätigung  über den neuen Vertrag. Der neue Anbieter übernimmt dann in aller  Regel kostenlos die restlichen Formalitäten wie etwa die Kündigung  beim bisherigen Versorger. Teils empfiehlt es sich, als Verbraucher  den Stand den Anbieterwechsels zwischenzeitlich bei seinem alten  Versorger zu überprüfen.

Die Kunden in Schwaben können aufatmen

Die meisten Gaskunden in Schwaben können aufatmen: Die Preise werden bis Ende dieses Jahres nicht erhöht.  afp

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