Gute Nachrichten vom Statistischen Bundesamt in Wiesbaden: Auch im dritten Quartal hat die deutsche Wirtschaft ordentlich zugelegt. Im Vergleich zum Vorquartal wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) von Juli bis September um 0,5 Prozent .
Verantwortlich für das Wachstum im dritten Quartal waren laut Statistik vor allem die privaten Konsumausgaben und Investitionen im Inland. Der Außenbeitrag hingegen trug demnach kaum zum Wachstum bei, weil Exporte und Importe von Juli bis September in etwa gleich stark angestiegen seien. Im Vergleich zum dritten Quartal 2010 stieg das BIP laut Statistik um 2,5 Prozent.
Gleichzeitig korrigierten die Statistiker das Wachstum im zweiten Quartal von 0,1 Prozent auf 0,3 Prozent nach oben. Im ersten Quartal war die deutsche Wirtschaft noch um kräftige 1,3 Prozent im Vergleich zum Vorquartal gewachsen.
Schuldenkrise fordert ihren Tribut
Doch schon im laufenden Quartal dürfte der Konjunkturmotor ins Stottern geraten. Für allzu viel Optimismus geben die Zahlen nach allgemeiner Einschätzung von Volkswirten jedoch keinen Anlass: Spätestens 2012 dürfte die Krise ihren Tribut fordern und die Konjunktur empfindlich dämpfen. "Die europäische Schuldenkrise mit ihren Auswirkungen auf das Geschäftsklima und wichtige europäische Handelspartner wird wahrscheinlich in Deutschland im Winter eine milde Rezession auslösen", schreiben zum Beispiel die Volkswirte der Berenberg Bank.