Genf Bis auf wenige Ausnahmen sind in den EU-Ländern heute weit mehr Menschen ohne Arbeit als vor der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008. Die Arbeitslosigkeit ist auf einem Höchststand: 45 Millionen sind nach einem Bericht der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) in Genf ohne Job. Wegen der Schuldenkrise sei auch der Ausblick negativ.
Zu den wenigen Ausnahmen gehöre Deutschland, wo die Bundesagentur für Arbeit auch in diesem Jahr wieder von einer leicht verbesserten Beschäftigungslage ausgeht. Sie erwartet im Schnitt rund 2,9 Millionen Arbeitslose.
Die Experten der ILO gaben den vergleichsweise niedrigen Löhnen in Deutschland eine Mitschuld an der höheren Arbeitslosigkeit in Europa. Dadurch günstige deutsche Exporte und eine zugleich gebremste Nachfrage nach ausländischen Produkten würden andere europäische Staaten unter Druck setzen. Sie empfahlen daher, dass die deutsche WirtschafthöhereLöhnezahlen soll.
Weltweit sind nach ILO-Angaben 200 Millionen Menschen ohne Job. Weitere 900 Millionen könnten von ihrer Arbeit nicht leben. Mit einem Verdienst von weniger als zwei Dollar am Tag liegen sie unterhalb der Armutsgrenze.