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20. Dezember 2010 11:21 Uhr

Das Aus für den UKW-Empfang

Digitalradio: Start für DABplus zur Funkausstellung

Kein Rauschen, keine Empfangsschwankungen und kein Suchen nach der jeweils besten Frequenz unterwegs - das verspricht DABplus. Zur Funkausstellung 2011 soll das Digitalradion starten.

Installation einer Antenne (Symbolfoto)
Marcus Merk

Für den Start eines bundesweiten Digitalradios ist eine wichtige Hürde genommen. Eine Gruppe von Privatsendern und der Netzbetreiber Media Broadcast einigten sich auf den Betrieb eines nationalen Digitalradio-Netzes (DABplus)

Das Netz soll zur Internationalen Funkausstellung Anfang September 2011 starten, wie Media Broadcast am Mittwoch in Bonn mitteilte. Das Unternehmen bestätigte damit einen Bericht des Mediendienstes «kress».

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In einem Brief an den Intendanten des Deutschlandradios, Willi Steul, erklärten die Sender und Media Broadcast, dass sie insgesamt sieben Programme sowie zusätzliche Datendienste verbreiten wollen. Die Einigung war eine Voraussetzung dafür, dass Gelder für eine Beteiligung des öffentlich-rechtlichen Deutschlandradios an dem Netz freigegeben werden können.

Unterschrieben hatten den Brief an Steul die Neue Welle Rundfunkverwaltungsgesellschaft, die Entspannungsradio GmbH, das Hamburger Radio Energy, ERF Medien e.V. und die Regiocast Digital GmbH, die ebenfalls Sender-Beteiligungen hat.

Die ARD begrüßte die Einigung. Damit seien die Bedingungen erfüllt, die die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der öffentlich-rechtlichen Sender (KEF) für die Freigabe der Mittel für ein terrestrisches Digitalnetz geknüpft hatte.

Der weltweit größte Hersteller für Digitalradiochips Frontier Silicon habe bereits ein beträchtliches finanzielles Engagement zur Unterstützung von Digitalradio angekündigt. Damit seien die Startbedingungen besser denn je, erklärte der ARD-Vorsitzende Peter Boudgoust. Das Radio habe nun eine gute Perspektive, den Stellenwert des heutigen UKW-Netzes einzunehmen.

Skeptisch ist dagegen der Verband Privater Rundfunk und Telemedien (VPRT), der Bedenken über die Wirtschaftlichkeit eines Digitalnetzes geäußert hatte. Eine Abschaltung des UKW-Netzes sei noch in weiter Ferne.

Mit dem Digitalradio gibt es weder Rauschen noch Empfangsstörungen, die Frequenz stellt sich etwa im Autoradio immer wieder automatisch ein. Über das Display können Zusatzinformationen verbreitet werden. dpa

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