Saab ist pleite. Der schwedische Autobauer Saab musste Konkurs anmelden. Seit Monaten schon kämpft Saab mit Problemen, die Produktion aufrecht zu erhalten und Zulieferer und Beschäftigte zu bezahlen. Der Gang in die Insolvenz war für Saab offenbar unabwendbar. Wie es heißt geht Saab in eine freiwillige und selbstorganisierte Umstrukturierung. Die finanziellen Mittel seien begrenzt und der Gang in die Insolvenz notwendig, um die kurzfristige Stabilität zu sichern und gleichzeitig weitere Mittel anzuziehen.
Keine Chance für schwedischen Autobauern Saab
Das in den Niederlanden ansässige Unternehmen Swedish Automobile hatte Saab 2010 von General Motors übernommen. Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer sagte, nachdem sich General Motors von Saab getrennt habe, habe der schwedische Autobauer keine Chance mehr gehabt. Der jetzige niederländischen Eigner habe sich "maßlos überschätzt". Dudenhöfer glaubt an keine Zukunft mehr für den schwedischen Autobauer Saab. "Saab hat keine Chance und wird nun abgewickelt", sagte der Experte von der Uni Duisburg-Essen am Mittwoch der dpa. Mit Blick auf den Saab-Antrag auf Gläubigerschutz sagte Dudenhöffer: "Das war nur eine Frage der Zeit." Es sei vielmehr "überraschend", dass dies jetzt erst passiere.
Millionen-Verlust für Saab
Saab hat im ersten Halbjahr 224 Millionen Euro Verlust eingefahren und nur 13 000 Autos abgesetzt. Im Stammwerk des schwedischen Unternehmens sind seit April wegen Geldmangels so gut wie keine Autos mehr vom Band gelaufen.
Saab spiele in einer Liga mit den großen Oberklasse-Herstellern BMW, Audi, Daimler oder auch Volvo. Diese hätten aber weitaus größere Stückzahlen, erklärte Dudenhöffer. Daher sei das Geschäft bei Saab "wirtschaftlich nicht darstellbar". dapd/dpa/AZ