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Wirtschaft: Eon meldet Massenentlassung in München an

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Eon meldet Massenentlassung in München an

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    Einem Bericht zufolge meldete Eon bei der Arbeitsagentur München jetzt die Entlassung von 350 Mitarbeitern an.
    Einem Bericht zufolge meldete Eon bei der Arbeitsagentur München jetzt die Entlassung von 350 Mitarbeitern an. Foto: dpa

    Unternehmen sind dazu verpflichtet, bei der Arbeitsagentur zu melden, wenn sie eine größere Zahl von Mitarbeitern entlassen wollen. Genau das hat der Düsseldorfer Energiekonzern Eon jetzt offenbar getan. Wie die Rheinische Post berichtet, kündigte Eon bei der Arbeitsagentur München Massenentlassungen zum 30. Juni 2012 an.

    In einem ersten Schritt sollen wohl mehr als 350 Mitarbeitern bei der Eon Energie gekündigt werden.

    Aufgaben werden verlagert

    Die Mitarbeiter des Energieriesen Eon müssen in Deutschland mit dem Abbau von insgesamt rund 6500 Arbeitsplätzen rechnen. Die Verwaltungsstandorte Düsseldorf, Essen, Hannover bleiben nach dem aktuellen Stand der Sparüberlegungen erhalten. Allerdings wird die Tochter Eon Energie in München mit 400 Beschäftigten nach Betriebsratsangaben aufgegeben. Es kommt zur Verlagerung von Aufgaben.

    Insgesamt könnte München im Zuge von Verlagerung und Stellenabbau laut UNternehmenskreisen etwa 1000 bis 1500 Stellen verlieren: Eon beschäftig in der bayerischen Landeshauptstadt in verschiedenen Büros aktuell rund 2500 Mitarbeiter. Nach der Umsetzung aller derzeit empfohlenen Sparmaßnahmen würden noch rund 1000 bis 1500 Büroarbeitsplätze verbleiben. Diese Zahl gab die Eon AG kürzlich  in einer Mitteilung bekannt.

    Bis zu 11.000 Stellen gehen bei Eon verloren

    Weltweit geht der Vorstand an die obere Grenze des Arbeitsplatzabbaus, der bisher vom Konzern mit einer Spanne von 9000 bis 11 000 Stellen beziffert worden war.

    Verdi befürchtete auch in kleinen Standorten wegfallende Arbeitsplätze

    Bei den Verwaltungszentren handelt es sich aber nur um einen Teil der Sparliste. Das gesamte Ausmaß wird damit noch nicht sichtbar. Die Gewerkschaft Verdi befürchtet, dass auf dem Sparkurs von Eon auch in der Fläche an kleineren Standorten Arbeitsplätze wegfallen werden.

    Atomausstieg war Anlass zum Sparkurs

    Konzernchef Johannes Teyssen hatte den deutschen Atomausstieg zum Anlass für seinen strikten Sparkurs genommen. Eon müsse dauerhaft 1,5 Milliarden Euro pro Jahr einsparen, erklärte der Vorstandschef Mitte August. Die volle Kostensenkung soll 2015 erreicht werden. Die Einsparungen würden voraussichtlich je zur Hälfte auf die Sachkosten und Personalkosten entfallen, hieß es damals von Unternehmensseite. dpa/AZ

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