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Medienbericht: Facebook: Börsengang wohl mit angezogener Handbremse

Medienbericht

Facebook: Börsengang wohl mit angezogener Handbremse

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    Facebook strebt eine Bewertung von 75 bis 100 Milliarden Dollar an. Damit würde der Senkrechtstarter mehr auf die Waage bringen als die meisten Dax-Konzerne. Foto: John G. Mabanglo dpa
    Facebook strebt eine Bewertung von 75 bis 100 Milliarden Dollar an. Damit würde der Senkrechtstarter mehr auf die Waage bringen als die meisten Dax-Konzerne. Foto: John G. Mabanglo dpa

    Facebook startet seinen Börsengang laut einem Zeitungsbericht offenbar mit angezogener Handbremse. Wie die "New York Times" schreibt, liegen die angepeilten Einnahmen zunächst bei 5 Milliarden Dollar. Die Zeitung beruft sich auf eine eingeweihte Person. Bisher ging man von 10 Milliarden Dollar aus. Allerdings kann sich die Summe noch ändern.

    Am heutigen Mittwoch dürfte Facebook den ersten Schritt auf seinem Weg an die Börse machen: Im Laufe des Tages wird nach übereinstimmenden US-Medienberichten die Veröffentlichung des Börsenprospekts erwartet. Er soll die potenziellen Investoren mit den Geschäftszahlen des Unternehmens vertraut machen.

    In dem Börsenprospekt stehen auch die erwarteten Einnahmen aus dem Verkauf eines ersten Schwungs an Aktien - eben jene 5 Milliarden Dollar. Die Summe ist aber nicht viel mehr als ein Anhaltspunkt. Es ist üblich, dass Firmen tiefstapeln, dann die Reaktion der Investoren abwarten und falls genügend Nachfrage besteht später den Preis erhöhen.

    Aber selbst mit 5 Milliarden Dollar wäre Facebook immer noch einer der größten Internet-Börsengänge aller Zeiten. Google kam 2004 bei seinem Börsengang auf Einnahmen von 1,7 Milliarden Dollar. Zusammen mit den Aktien, die bei den Alteigentümern verblieben, lag die Gesamtbewertung seinerzeit bei 23 Milliarden Dollar. Bis heute sind daraus 189 Milliarden Dollar geworden.

    Bislang gingen US-Medien davon aus, dass Facebook beim Börsengang mit 75 bis 100 Milliarden Dollar bewertet wird (57 bis 76 Mrd Euro). Damit würde der Senkrechtstarter vom Firmenwert her in einer Liga mit dem Autokonzern VW oder dem Industriemulti Siemens spielen.

    Allerdings kann es von der Vorlage des Börsenprospekts bis zum eigentlichen Gang an die Börse noch Monate dauern. Die Facebook-Führung um Gründer Mark Zuckerberg wirbt in dieser Zeit bei Investoren für ihr Unternehmen. Zuckerberg erhält dabei Hilfe von der US-Investmentbank Morgan Stanley; laut US-Medienberichten steht das Wall-Street-Haus endgültig als federführende Bank fest.

    Nach Informationen des "Wall Street Journal" ist allerdings noch die Börse unklar, an der Facebook gelistet wird. Hierbei kommen die altehrwürdige New York Stock Exchange und die vergleichsweise junge Technologiebörse Nasdaq infrage. Facebook könnte sich mit der Entscheidung Zeit lassen, schrieb die "New York Times"unter Berufung auf eingeweihte Personen. dpa

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