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Steffen Tölzer hat eine Berufsausbildung: Logistikprofi auf dem Eis

Steffen Tölzer hat eine Berufsausbildung

Logistikprofi auf dem Eis

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    Steffen Tölzer
    Steffen Tölzer

    Steffen Tölzer ist kein Mensch, der jammert, keiner, der sich leicht unterkriegen lässt. Wenn er für die Augsburger Panther auf dem Eis steht und ihm ein Puck mit knapp 100 Kilometern in der Stunde die Rippen bricht, wenn er vier Zähne verliert oder ihm die Lippe aufplatzt, dann ist das für ihn kein Grund zum Wehklagen. Nur wenn er über seine Jugend spricht, über die Doppelbelastung von Berufsausbildung und Sport, wenn er erzählt, wie er nach einem Auswärtsspiel und einer unruhigen Nacht im Bus frühmorgens direkt in die Arbeit musste, dann ist zu spüren, dass es keine leichte Zeit für ihn war. „Beides unter einen Hut zu bringen war sehr stressig. Man braucht dafür viel Durchhaltevermögen“, sagt er heute. Trotzdem sei er froh, sich so entschieden zu haben.

    Der 26-Jährige hatte sich nach seinem Schulabschluss für eine Lehre zur Fachkraft für Lagerwirtschaft entschlossen. „Zu diesem Zeitpunkt war ich auch im Eishockey schon relativ weit. Aber man kann sich ja nie sicher sein, dass es mit der Profikarriere klappt.“ Viel Schlaf habe er in seinen Lehrjahren nicht gehabt. Aber die Ausbildung wegen seiner Sportkarriere abzubrechen, sei für ihn nie infrage gekommen, obwohl er im dritten Lehrjahr schon fest bei den Panthern spielte. Außerdem müsse man sich stets im Klaren sein, dass man nicht sein Leben lang Berufssportler sein kann. „Mit 35 ist meist Schluss“, sagt Tölzer. „Wer schon vorher eine Lehre gemacht hat, kann dann wieder in den alten Beruf zurück.“ Das möchte er selbst aber nicht machen. Seine Leidenschaft gehört dem Sport. Derzeit macht er seinen Fitnesstrainerschein, um schon mal für später vorzusorgen.

    Jungen Menschen, die von einer Karriere im Profisport träumen, rät Tölzer, sich genau zu überlegen, ob man bereit sei, Opfer zu bringen. „Man muss jeden Tag trainieren. Zeit, um am Wochenende mit Freunden wegzugehen, bleibt eigentlich kaum“, sagt Tölzer. „Und wichtig ist auch, nie aus den Augen zu verlieren, dass es ein Leben nach dem Eishockey gibt.“

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