Nach dem Dämpfer der Monate Juli und Juni bringt der August einen deutlichen Anstieg. Wie der Branchenverband VDMA am Dienstag in Frankfurt am Main mitteilte, nahmen die Aufträge um 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu.
Das Inlandsgeschäft stieg im August um 22 Prozent, das Auslandsgeschäft um neun Prozent. Laut VDMA -Chefvolkswirt Ralph Wiechers, zeigten sich die Bestellungen bei der deutschen Vorzeigebranche trotz politischer und finanzieller Turbulenzen unbeeindruckt. 2012 soll sogar - dank der Nachfrage an Maschinen und Anlagen der Industrie - ein Rekordjahr werden.
Umsätze auf hohem Niveau
"Die Stimmung im Maschinen- und Anlagenbau ist unverändert gut", so Wiechers: "Die Umsätze bewegen sich auf einem hohen Niveau, die Auftragseingänge reißen nicht ab." Auch stelle die Branche weiterhin Personal ein: "Es gibt wirklich keinen Grund zu klagen." Deutsche Unternehmer scheinen weiterhin zuversichtlich zu sein, da sie im August kräftig investiert haben. Das Deutschlandgeschäft stieg auf Jahressicht um 22 Prozent.
Die Nachfrage aus dem Ausland fiel jedoch mit neun Prozent kleiner aus, was sich auf die schwache Konjunktur in den Euro-Krisenländern zurückführen lässt. Die Belastung durch die Euro-Schuldenkrise geht auch an den Unternehmen nicht spurlos vorbei, jedoch lässt die Dynamik der Auftragseingänge nicht nach und man kann zuversichtlich das neue Jahr anstreben.
Das Auslandsgeschäft werde infolge der nachlassenden Dynamik in der Weltwirtschaft die Erwartungen nicht erfüllen, zumal mit den USA, Italien und Frankreich drei der fünf wichtigsten Exportländer der deutschen Maschinenbauer Anlass zur Sorge gäben. China allein könne diese Schwäche nicht auffangen. dpa/dapd/AZ