Günther Oettinger, deutscher EU-Energiekommissar, hält die Strompreise in Deutschland für "gefährlich hoch". Er warnt vor den sozialen Folgen und einer De-Industrialisierung.
10.01.20 - aktualisiert:
|
|
|
EU-Energiekommissar Günther Oettinger sprach sich im Februar für Fusionen von deutschen Energiekonzernen aus.Foto: dpa
EU-Energiekommissar Günther Oettinger hat vor den sozialen und wirtschaftlichen Folgen der hohen Stromkosten in Deutschland gewarnt. "Ich mache mir Sorgen um den Strompreis in Deutschland", sagte Oettinger am Donnerstagaend im Westdeutschen Rundfunk (WDR). Der Strompreis sei "gefährlich hoch" und könne "sowohl zu sozialen Verwerfungen als auch zu einer De-Industrialisierung führen".
Oettinger hält Strompreise in Deutschland für "gefährlich hoch"
Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hatte im Februar darauf hingewiesen, dass immer mehr Haushalte Probleme beim Zahlen der Stromrechnung haben. Bei einer Umfrage unter Energieversorgern des Bundeslandes hätten drei Viertel der Unternehmen wachsende Probleme von Verbrauchern im Zusammenhang mit unbezahlten Stromrechnungen oder gesperrten Stromleitungen festgestellt.
EU-Kommissar warnt vor sozialen Folgen und De-Industrialisierung
Preiserhöhungen bei Strom und Gas in Höhe von durchschnittlich 15 Prozent hätten Energie für viele Haushalte in den vergangenen beiden Jahren "zur unbezahlbaren Ware" werden lassen, hatte die Verbraucherzentrale kritisiert. AZ/afp