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Autobauer im Höhenflug: Starke Verkaufszahlen: Daimler auf Rekordkurs

Autobauer im Höhenflug

Starke Verkaufszahlen: Daimler auf Rekordkurs

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    Mercedes gehört zur Daimler AG.
    Mercedes gehört zur Daimler AG.

    130.000 Daimler-Mitarbeiter in Deutschland können aufatmen: Sie bekommen bis 2016 einen Kündigungsschutz. Daimler hat im September die Autoverkäufe leicht gesteigert und das beste dritte Quartal der Unternehmensgeschichte hingelegt. "Nachdem wir bereits im zweiten Quartal einen Rekordabsatz erzielen konnten, haben wir auch im September und damit im dritten Quartal eine neue Bestmarke gesetzt", sagte Vertriebschef Joachim Schmidt am Mittwoch.

    September der verkaufsstärkste Monat

    Im September stiegen die Verkäufe der Marke Mercedes-Benz um 2 Prozent. Mit knapp 121 000 Wagen ist damit laut Schmidt der verkaufsstärkste Monat des Jahres erzielt worden. Schon im Vorjahr war der September besonders stark ausgefallen. "Auch im vierten Quartal wollen wir wachsen." Im Schlussquartal sollen die Neuauflage der M-Klasse und die neue Generation der B-Klasse für weitere Impulse sorgen. Der Vertriebschef sieht das Unternehmen auf Kurs, im Gesamtjahr 2011 bei den Verkäufen eine neue Bestmarke zu setzen.

    Daimler-Mitarbeiter in Deutschland brauchen in den nächsten fünf Jahren keine Angst um ihren Arbeitsplatz zu haben. Sie erhielten eine Beschäftigungsgarantie bis Ende 2016. Diese gilt nach Betriebsratsangaben für derzeit rund 130 000 unbefristet angestellte Mitarbeiter. Vorstand und Gesamtbetriebsrat des Autobauers schrieben damit die wesentlichen Eckpunkte der seit 2004 geltende Vereinbarung ("Zukunftssicherung 2012") fort, die andernfalls am Jahresende ausgelaufen wäre, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte.

    Vereinbarung gilt auch für künftige Mitarbeiter

    Konzernchef Dieter Zetsche und der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Erich Klemm zeigten sich zufrieden mit der Regelung, die am 1. Januar 2012 in Kraft tritt. Anders als bei der vorherigen Beschäftigungssicherung gilt die aktuelle Vereinbarung auch für die Mitarbeiter, die in den kommenden Jahren eingestellt werden. "Also zum Beispiel für den Lehrling, der 2012 übernommen wird", sagte Gesamtbetriebsratssprecherin Silke Ernst der Nachrichtenagentur dpa.

    Um auf Nachfrage- und damit verbundene Produktionsschwankungen flexibel reagieren zu können, vereinbarte das Management, auch künftig bis zu acht Prozent Zeitarbeiter oder befristet Beschäftigte in der Produktion einzusetzen. Zetsche sagte, dass man mit der Vereinbarung auf einer bewährten Regelung aufbauen könne, "die sich nicht zuletzt auch in Krisenzeiten als tragfähig erwiesen" habe.

    Daimler ist auf Rekordkurs

    Gesamtbetriebsratschef Klemm freute sich, dass es gelungen sei, den Beschäftigten erneut Sicherheit und Perspektiven für die Zukunft zu geben. "Dies ist ein Zeichen nachhaltiger Beschäftigungspolitik, das angesichts der derzeit hervorragenden wirtschaftlichen Situation des Unternehmens sehr angemessen ist."

    Daimler ist derzeit auf Rekordkurs. Im September steigerte der Autobauer die Autoverkäufe leicht und legte das beste dritte Quartal der Unternehmensgeschichte hin. Vertriebschef Joachim Schmidt sieht das Unternehmen auf Kurs, im Gesamtjahr 2011 bei den Verkäufen eine neue Bestmarke zu setzen. Der Konzern will in diesem Jahr weltweit 1,35 Millionen Autos verkaufen.

    Alle Azubis sollen übernommen werden

    Die Vereinbarung mit dem Namen "Zukunftssicherung Daimler" sieht weiterhin vor, dass wie bisher alle Auszubildenden bei Daimler übernommen werden. Angesichts der bevorstehenden Doppeljahrgänge von Abiturienten in einigen Bundesländern sowie der Aussetzung der Wehrpflicht wurde vereinbart, die Zahl der Ausbildungsplätze an den Standorten zu erhöhen.

    Die erste Beschäftigungssicherung von 2004 war erst nach zähen Verhandlungen und heftigen Protestaktionen der Belegschaft erreicht worden. Der ehemalige Konzernchef Jürgen Schrempp, dem schon damals Gesamtbetriebsratsboss Klemm gegenübersaß, hatte nämlich im Gegenzug deutliche Spar-Zugeständnisse der Belegschaft gefordert. In der Vereinbarung 2004 wurde schließlich ein jährliches Einsparvolumen von 500 Millionen Euro festgeschrieben. Bei der neuen Vereinbarung, die in vergleichsweise kurzer Zeit ausgehandelt war, gab es nach Angaben des Betriebsrats keine weiteren Zugeständnisse der Mitarbeiter.

    Insgesamt soll die Zahl der Daimler-Mitarbeiter laut früheren Angaben 2011 weltweit im Vergleich zum Vorjahr um 10 000 auf rund 270 000 steigen. dpa

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