Der Streit zwischen den Autokonzernen Suzuki und Volkswagen (VW) wird schärfer. Suzuki forderte Volkswagen auf, den Vorwurf einer angeblichen Vertragsverletzung zurückzuziehen, teilte das japanische Unternehmen am Donnerstag mit. Nach eigener Aussage sieht es seinen Ruf durch das Verhalten von VW beschädigt. VW wirft Suzuki vor, unzulässigerweise Dieselmotoren vom italienischen Hersteller Fiat bezogen zu haben. Die Japaner forderten den deutschen Konzern auf, diese Aussage bis zum 30. September zurückzuziehen. Suzuki hatte nach dem VW-Vorwurf Mitte des Monats bekanntgegeben, es wolle "die Geschäftspartnerschaft und die finanziellen Verbindungen mit Volkswagen beenden".
VW hält knapp 20 Prozent der Suzuki-Aktien
Seit Dezember 2009 hält VW knapp 20 Prozent der Suzuki-Aktien. Beide Hersteller wollten gemeinsam Einsteigerautos für Entwicklungs- und Schwellenländer sowie umweltfreundliche Wagen für Kunden in den Industriestaaten bauen. Der Suzuki-Konzern teilte jedoch mit, er habe Bedenken, dass seine Ziele nicht erreicht würden. Die Japaner konnten demnach nicht so stark von Entwicklungen aus Wolfsburg profitieren, wie erhofft.
Im Juli hatte VW mitgeteilt, dass sich die Partnerschaft "langsamer als erwartet" entwickle. Deshalb werde es eine Bewertung der Kooperation geben. Diese Untersuchung ist den Angaben zufolge noch nicht abgeschlossen. afp