Die Gewerkschaft droht mit Warnstreiks des Wachpersonals in Kernkraftwerken. Dabei geht es ausnahmsweise nicht um höhere Löhne.


Wegen des Atomausstiegs verliert das Wachpersonal der deutschen Atomkraftwerke in absehbarer Zeit seine Jobs. Um die Folgen des Atomausstiegs für die bis zu 2000 Mitarbeiter der Sicherheitsdienste an den 17 Standorten abzumildern, verhandelt Verdi deshalb gerade mit den Arbeitgebern. Ziel ist ein ordentlicher Sozialtarifvertrag für den Ausstieg.
Wie die Hannoversche Allgemeine Zeitung berichtete, droht die Gewerkschaft jetzt mit Warnstreiks, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen. "Wenn die Arbeitgeber sich weiter stur stellen, sind wir gezwungen, zu ganztägigen Warnstreiks aufzurufen", sagte Verdi-Verhandlungsführerin Ute Gottschaar dem Blatt. Damit ist mit Stillstände in den bestreikten Atomkraftwerken zu rechnen.
Die Gewerkschaft verlangt zum einen, dass Mitarbeiter vom 55. Lebensjahr an in Altersteilzeit gehen können. Außerdem sollen für jüngere Beschäftigte Arbeitszeitkonten eingeführt werden, die sich an der Restlaufzeit der Atomkraftwerke orientieren. Als Abfindungen fordert Verdi pro Beschäftigungsjahr 75 Prozent des Bruttogehalts. Das könnte dem Bericht zufolge auf bis zu 30.000 Euro je Mitarbeiter hinauslaufen. Der Bundesverband der Sicherheitswirtschaft lehnt die Gewerkschaftsforderungen ab. afp
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