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Studie aus Ulm: 2013 wohl weniger Zecken

Studie aus Ulm

2013 wohl weniger Zecken

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    Zecken werden schon bei unter zehn Grad Celsius wieder aktiv. Waldspaziergänger sollten im Frühling auf Überbleibsel wie gerötete Hautstellen bei sich achten.
    Zecken werden schon bei unter zehn Grad Celsius wieder aktiv. Waldspaziergänger sollten im Frühling auf Überbleibsel wie gerötete Hautstellen bei sich achten. Foto: Patrick Pleul (dpa)

    Weniger Zecken 2013: Ulmer Biologen haben über drei Jahre das Vorkommen von Zecken auf der Schwäbischen Alb untersucht. Mit interessanten Ergebnissen: Die Wintertemperatur scheint die Zecken-Population zu beeinflussen. Nach dem milden Winter in 2008 stieg der Bestand auffällig. Folglich müssten Naturfreunde nach diesen kalten Monaten weniger Probleme mit Zecken haben.. „Die Wintertemperatur scheint die Zecken-Population zu beeinflussen. Nach dem milden Winter in 2008 stieg der Bestand auffällig“, erklärt Dr. Swen Renner.

    Zecken übertragen Borreliose und FSME

    In Deutschland werden vor allem die Krankheiten Borreliose und Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) durch Zecken übertragen. Vor einiger Zeit hatte das Robert Koch Institut Ulm und Umgebung zum FSME-Risikogebiet erklärt.

    Borreliose und FSME: Symptome und Behandlung

    Borreliose ist die am häufigsten von Zecken übertragene Infektionskrankheit in Deutschland.

    Erreger sind Borrelien, eine Bakterienart. Sie gelangen mit dem Stich einer Zecke ins Blut.

    Typisches Symptom der Borreliose ist die «Wanderröte», ein roter Hautring um die Einstichstelle. Weitere Symptome sind Muskel- und Gelenkschmerzen, auch Fieber.

    Behandelt wird die Infektion mit Antibiotika.

    Wird die Krankheit nicht frühzeitig erkannt, sind Spätfolgen wie Gelenkentzündungen (Arthritis), Herzmuskel- oder Nervenentzündungen möglich.

    Unbehandelt können diese jahrzehntelang Beschwerden verursachen.

    Erreger der FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) sind dagegen Viren. Auch sie können beim Zeckenstich auf den Menschen übertragen werden.

    Die FSME ist eine fieberhafte Erkrankung unter Beteiligung der Hirnhäute. In besonders schweren Fällen kann es zur Gehirnentzündung und zur Schädigung des Rückenmarks kommen. Im Extremfall verläuft die Krankheit tödlich.

    Anders als bei der Borreliose gibt es zur Behandlung der FSME keine Medikamente. Deshalb raten Ärzte zur Schutzimpfung.

    FSME wird durch ein Virus ausgelöst und greift das Zentrale Nervensystem an. Verläufe können leicht sein und lediglich Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen umfassen, aber auch zum Tod führen. Im fortgeschrittenen Stadium sind Hirnhautentzündungen oder sogar Gehirnentzündungen mit teils bleibenden Schäden möglich. Gegen die bakteriell verursachte Borreliose gibt es keine wirksame Impfung.

    Im Biosphärengebiet Schwäbische Alb hatten die Biologen über drei Jahre lang das Vorkommen von Holzbock-Nymphen, also Jungtieren nach dem Larvenstadium, erhoben. Die Schildzeckenart „Gemeiner Holzbock“ (Ixodes ricinus) tritt weltweit auf und ist ein wichtiger Krankheitsüberträger. Ihre Aktivität und Entwicklung werden unter anderem von der Umgebungstemperatur und Luftfeuchtigkeit („Mikroklima“) bestimmt. Welche Faktoren die Holzbock-Population besonders beeinflussen, hatten die Forscher um Renner geprüft: In den Sommermonaten Juni bis August sammelten sie Nymphen mithilfe von Schlepptüchern auf, konservierten die Tiere und zählten sie.

    Ulmer Forscher glichen Wetterdaten ab

    In einem zweiten Schritt glichen die Wissenschaftler diese Informationen mit Daten des Deutschen Wetterdiensts ab – zum Beispiel mit der Durchschnittstemperatur in Winter- und Frühlingsmonaten sowie mit Niederschlagswerten als Indikator für die Luftfeuchtigkeit.

    Neben Forschern des Ulmer Instituts für Experimentelle Ökologie waren Experten des Biodiversität- und Klimaforschungszentrums (Frankfurt am Main) an dem Fachartikel beteiligt. AZ, bo

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