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Infektionswelle: EHEC: So kann man sich schützen

Infektionswelle

EHEC: So kann man sich schützen

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    Untersuchung auf EHEC-Erreger: Lebensmittelproben in einem Labor des Hamburger Instituts für Hygiene und Umwelt.
    Untersuchung auf EHEC-Erreger: Lebensmittelproben in einem Labor des Hamburger Instituts für Hygiene und Umwelt. Foto: dpa

    EHEC- Die Abkürzung wurde in den vergangenen Tagen fast schon zum Schreckensbild. Der Erreger beunruhigt derzeit die Menschen in Deutschland. In Norddeutschland  starben offenbar bereits drei Frauen an den Folgen einer Infektion mit den Darm-Bakterien. Um Ansteckungen zu vermeiden, raten Gesundheitsexperten deshalb besonders auf die Hygiene zu achten.

    Wie können sich Menschen schützen?

    Besonders vorsichtig sollte man beim Umgang mit Lebensmitteln sein. Auch auf rohes Fleisch oder Rohmilchprodukte sollte besser verzichten. Rohes Fleisch sollte außerdem getrennt von anderen Lebensmitteln gelagert und zubereitet werden. Grundsätzlich gilt: Lebensmittel gut durchgaren beziehungsweise erhitzen. Obst und Gemüse müssen gründlich gewaschen werden. Das  Gleiche gilt für benutzte Messer, Arbeitsflächen und  Schneidebretter. Lappen und Handtücher in der Küche sollten  regelmäßig getauscht und gewaschen werden, nach der Zubereitung von  rohem Fleisch sollte dies direkt geschehen.

    Als A und O bei der Hygiene gilt das Händewaschen. Gerade bei  Durchfall-Erkrankungen in der engeren Umgebung muss darauf geachtet  werden. Vor und nach der Zubereitung von Essen sollten ebenfalls  die Hände gewaschen werden. Wenn Kinder etwa in einem Streichelzoo oder auf einem Bauernhof direkten Kontakt zu Tieren hatten, sollten sie sich danach  ebenfalls gründlich mit Wasser und Seife die Hände waschen.

    Tipps von Apothekern bei Verdacht auf EHEC-Infektion

    Angesichts der raschen Ausbreitung des gefährlichen Krankheitserregers EHEC rät die Bundesapothekerkammer, bei blutigem Durchfall möglichst schnell einen Arzt aufsuchen. Das gelte besonders, wenn ein Kind, ein älterer oder ein abwehrgeschwächter Mensch erkrankt sei, sagte die Präsidentin der Bundesapothekerkammer, Erika Fink. "Wenn der Verdacht auf eine schwerwiegende Infektion besteht, sollte man nicht abwarten oder versuchen, sich allein zu behandeln."

    Die Bakterien können auf verschiedene Weisen übertragen werden. So zum Beispiel beim Verzehr verunreinigter Lebensmittel oder durch den Kontakt mit infizierten Tieren. Die Apothekerorganisation fügte hinzu: "Darüber hinaus ist eine Infektion möglich durch verunreinigtes Wasser, zum Beispiel beim Baden, oder von Mensch zu Mensch."

    Deshalb gilt: Um eine Infektion zu vermeiden, gründliches und häufiges Händewaschen mit Seife.  Kinder sollten auch nur außerhalb der Zonen mit Tierkontakt essen oder trinken. Bei der Zubereitung von Speisen sollten strenge Hygienevorschriften eingehalten werden. Lebensmittel sollten bei einer Kerntemperatur von mindestens 70°C für etwa zehn Minutenerhitzt werden. Das tötet die Erreger ab. 

    Mehr zum Thema EHEC haben wir in einem gesonderten Artikel zusammengestellt. dapd/afp

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