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Alzheimer: Forscher entdecken Antikörper gegen die Demenzkrankheit

Alzheimer

Forscher entdecken Antikörper gegen die Demenzkrankheit

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    Bisherige Forschungen haben ergeben, dass obduzierte Gehirne von Alzheimer-Patienten höhere Eiweißablagerungen als sonst üblich enthielten.
    Bisherige Forschungen haben ergeben, dass obduzierte Gehirne von Alzheimer-Patienten höhere Eiweißablagerungen als sonst üblich enthielten. Foto: afp (Symbolbild)

    Die Antikörper neutralisieren das  Alzheimer-Protein Beta-Amyloid, das sich im Gehirn ablagert und  dessen Funktion beeinträchtigt, heißt es in einer jetzt im US-Fachblatt Journal of Neuroscience veröffentlichten Studie der Forschergruppe von der Abteilung Zell- und Entwicklungsbiologie am University College London.

    Eiweißablagerungen in Gehirnen von Alzheimer-Patienten

    Alzheimer - Das schleichende Vergessen

    Alzheimer ist die häufigste Form der Demenz. In Deutschland gelten heute rund 1,2 Millionen Menschen als demenzkrank. Ungefähr 60 Prozent davon, rund 720.000, haben Alzheimer.

    Die Krankheit ist nach dem deutschen Neurologen Alois Alzheimer benannt, der sie erstmals im Jahre 1906 wissenschaftlich beschrieben hat. Die Erkrankung des Gehirns führt zum Verlust von geistigen Funktionen wie Denken, Sprache, Urteilsfähigkeit und Orientierung sowie zum Absterben oder einer starken Schädigung von Gehirnzellen vor allem in der Hirnrinde.

    Alzheimer beginnt mit Vergesslichkeit und mangelndem Antrieb. Im weiteren Verlauf werden die gewohnten Handlungen immer schwieriger. Der Patient vergisst häufiger Worte, wird orientierungslos und kann sich nicht mehr erinnern. Einfache Handgriffe wie das Öffnen und Schließen von Knöpfen werden unmöglich.

    Schließlich verliert der Patient seine Selbstständigkeit und erkennt seine Angehörigen nicht mehr. Die Störungen des Denk- und Urteilsvermögens lassen ein normales Alltagslebens immer schwieriger werden. Viele Betroffene werden misstrauisch, aggressiv oder depressiv.

    Auslöser sind fehlgeleitete Stoffwechselvorgänge, die die Nervenzellen schädigen. Die für das Gedächtnis und die Aufmerksamkeit wichtigen Übertragungsstoffe im Gehirn können dann nicht mehr gebildet werden. Das Gehirn von Alzheimer-Kranken weist typische Eiweißablagerungen auf.

    Zwar kann die Krankheit bereits vor dem 50. Lebensjahr auftreten, ihre Häufigkeit nimmt mit dem Alter aber erheblich zu. Eine Heilung ist noch nicht möglich, durch eine rechtzeitige Therapie mit Medikamenten kann der Abbau der geistigen Leistungsfähigkeit aber eine Zeit lang hinausgezögert werden. Auch Verhaltens-, Musik- oder Erinnerungstherapien können die Lebensqualität der Betroffenen verbessern.

    Jährlich erkranken nach Angaben der Deutschen Alzheimer Gesellschaft fast 300.000 Menschen neu an Demenz und Alzheimer. Bis zum Jahr 2050 wird sich die Zahl der Demenzkranken Schätzungen zufolge auf etwa 2,6 Millionen mehr als verdoppeln, sofern kein Durchbruch in der Prävention und Therapie gelingt.

    Damit wachse die "Hoffnung auf eine Therapie und vielleicht die Prävention eines geistigen Verfalls zu Beginn der Alzheimer-Krankheit", erklärte die Hauptautorin der Studie,  Patricia Salinas. Bisherige Forschungen ergaben, dass obduzierte Gehirne von Alzheimer-Patienten höhere Eiweißablagerungen als sonst üblich enthielten. Allerdings war sich die Wissenschaft im Unklaren, warum dem so ist.

    Alzheimer bisher unheilbar

    Prominente, die an Demenz erkrankten

    Rudi Assauer wird für das öffentliches Bekenntnis seiner Alzheimer-Erkrankung gelobt. Foto: Ingo Wagner dpa
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    Die Krankheit Alzheimer ist die häufigste Form der Demenz. Die bisher unheilbare Krankheit führt zum Verlust von geistigen Funktionen wie  Denken, Sprache, Urteilsfähigkeit und Orientierung sowie zum  Absterben oder einer starken Schädigung von Gehirnzellen vor allem in der Hirnrinde. Weltweit sind mehr als 35 Millionen überwiegend  ältere Menschen an Alzheimer erkrankt. afp

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