Tödliche Gefahr für Ureinwohner: Nach der Veröffentlichung von Fotos von isoliert lebenden Ureinwohnern im peruanischen Regenwald haben die Behörden vor einer Kontaktaufnahme gewarnt. Außenstehende sollten auf keinen Fall versuchen, mit Angehörigen dieser Gemeinschaften in Kontakt zu treten, sagte Mariela Huacchillo von der Umweltbehörde SERNANP am Dienstag (Ortszeit) der Nachrichtenagentur AFP.
Indianer: Selbst indirekter Kontakt gefährlich
Selbst indirekter Kontakt könne für die Ureinwohner tödliche Viruserkrankungen zur Folge haben; zum anderen könnten sich die Ureinwohner feindselig verhalten.
Fotos veröffentlicht
Die Nichtregierungsorganisation Survival International hatte die Fotos von einer Familie der Mashco-Piro-Gemeinschaft im Manu Nationalpark im Südosten Perus auf ihrer Website veröffentlicht. Sie waren Ende 2011 aufgenommen worden.
Parkaufseher durch Pfeil verletzt
Im Oktober vergangenen Jahres wurde ein Parkaufseher von einem Pfeil der Ureinwohner leicht verletzt, weil er sich zu nah an sie heran wagte. "Das war eine Warnung", sagte Huacchillo. Bei einem ähnlichen Vorfall 2010 wurde ein Jugendlicher durch einen Speer verletzt.
15 Gruppen leben in Abschottung
Im Regenwald des südamerikanischen Landes leben nach Angaben der Behörden rund 15 Gruppen von Ureinwohnern in Abschottung. Nach Informationen von Survival International gibt es weltweit rund hundert isoliert lebende Ureinwohner-Gemeinschaften. (afp, AZ)