Startseite
Icon Pfeil nach unten
Geld & Leben
Icon Pfeil nach unten

Artenvielfalt ist bedroht: Pflanzenschutzmittel verschmutzen weltweit die Gewässer

Artenvielfalt ist bedroht

Pflanzenschutzmittel verschmutzen weltweit die Gewässer

  • |
  • |
  • |
    Pflanzenschutzmittel verschmutzen Gewässer weltweit. Auch in Deutschland ist die Artenvielfalt bedroht.
    Pflanzenschutzmittel verschmutzen Gewässer weltweit. Auch in Deutschland ist die Artenvielfalt bedroht. Foto: Patrick Pleul/Archiv (dpa)

    Die Konzentration von Pflanzenschutzmitteln übersteigt in vielen deutschen Gewässern die von den Behörden zugelassene Höchstmenge. Das hat eine Studie der Universität Koblenz-Landau ergeben. Doch nicht nur in Deutschland gefährden die Pflanzenschutzmittel die Umwelt. Weltweit liegen die Werte in Teichen und Bächen bedenklich hoch, egal, wie streng die Umweltgesetzgebung ist. Für die Studie werteten Ralf Schulz und Sebastian Stehle von Institut für Umweltwissenschaften 838 Studien aus 73 Ländern aus.

    Pflanzenschutzmittel gefährdet Insekten und Krebse

    Die Ergebnisse der Studie veröffentlichten Schulz und Stehle im Fachblatt "Proceedings" der PNAS. Das Trinkwasser sei gut überwacht, es bestehe also keine direkte Gefahr für die Menschen in Deutschland. Doch die hohe Konzentration an Pflanzenschutzmittel in den Gewässern sei für Insekten und Kleinkrebse problematisch. Die Artenvielfalt wird dadurch gefährdet. Da die Daten von nur rund zehn Prozent der Gewässer weltweit vorliegen, rechnet Schulz mit einer hohen Dunkelziffer, was die Belastung durch Pflanzenschutzmittel anbelangt.

    Ein weiterer Problemfaktor für die Analyse ist, dass die Gewässer häufig nur wenige Tage lang belastet sind - dann sei die Gefahr durch Pflanzenschutzmittel nicht mehr nachweisbar, so Schulz. Doch die wenigen Tage reichen aufgrund hoher Konzentrationen oft aus, um sämtliche Insekten zu töten. Schuld an zu hohen Werten sind nicht nur Fehler bei der Anwendung, sondern auch die Zulassung der Mittel. Dabei wird oft unrealistisch geschätzt. Jörn Wogram vom Umweltbundesamt (UBA) vermutet zudem, dass sich Landwirte nicht an die Bestimmungen halten zu viel Gift einsetzen. dpa/sh

    Diskutieren Sie mit
    XXX 0 Kommentare
    hier kommen komentare rein
    Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden