Othmar Kahlig hat vor Kurzem seinen 85. Geburtstag begangen. Über viele Jahrzehnte hinweg war er eng mit den Menschen in der Region verbunden. Für zahlreiche Katholikinnen und Katholiken in Gundelsdorf, Ebenried und Osterzhausen-Heimpersdorf ist er bis heute der Pfarrer, der sie durch wichtige Stationen ihres Lebens begleitet hat.
Geboren wurde Kahlig 1941 in Groß-Petersdorf im damaligen Sudetenland. Nach den Kriegsjahren kam seine Familie nach Augsburg. Dort war er 15 Jahre lang Ministrant. In dieser Zeit reifte sein Entschluss, Priester zu werden. 1967 empfing er in Dillingen die Priesterweihe. Nach verschiedenen Stationen führte ihn sein Weg schließlich in den Pöttmeser Ortsteil Gundelsdorf. Hier übernahm er ab 1986 die seelsorgerische Verantwortung für mehrere Pfarrgemeinden der Umgebung.
25 Jahre lang wirkte Othmar Kahlig als Seelsorger in Gundelsdorf
25 Jahre lang wirkte Othmar Kahlig hier als Seelsorger. Er taufte Kinder, bereitete Jugendliche auf die Sakramente vor, traute Paare und stand Familien in schweren Stunden zur Seite. Dabei war er für viele Menschen weit mehr als „nur“ der Pfarrer vor Ort. Aus zahlreichen Begegnungen entstanden langjährige Verbindungen, die teilweise bis heute bestehen.
Othmar Kahlig gilt als bodenständiger Geistlicher, der den Kontakt zu den Menschen suchte und das Leben in den Dörfern kannte. Ob bei kirchlichen Feiern, Hausbesuchen oder persönlichen Gesprächen – er war präsent und nahbar. Für viele war er über die Jahre hinweg ein vertrauter Ansprechpartner. Der Austausch mit vielen Menschen prägte die Jahrzehnte seines priesterlichen Wirkens.
Auch nach Othmar Kahligs Abschied aus Gundelsdorf im Jahr 2011 riss der Kontakt nicht ab
Auch nach seinem Abschied aus Gundelsdorf im Jahr 2011 riss die Verbindung zu vielen ehemaligen Pfarrangehörigen nicht ab. Noch heute freuen sich viele Menschen über Zusammentreffen und Gespräche mit ihm.
Seit einiger Zeit lebt Kahlig im Pflegeheim St. Hildegard in Pöttmes. Dort fühlt er sich nach eigenen Worten sehr wohl. Er schätzt die gute Versorgung und genießt es, sich um viele Dinge des Alltags nicht mehr selbst kümmern zu müssen. Gerne erzählt er von seiner Kindheit, von früheren Zeiten und den vielen Erlebnissen aus seinem Leben. Die Fotografie, die ihn über Jahrzehnte begleitet hat, spielt heute kaum mehr eine Rolle. Für längere Einsätze mit der Kamera fehlt ihm inzwischen die ruhige Hand.
Am 85. Geburtstag von Kahlig am 1. Juni zählte unter anderem Pöttmes‘ Bürgermeister Michael Funk zu den Gratulanten. Er überbrachte Glückwünsche im Namen der politischen Gemeinde.
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