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Aichach: Breite Unterstützung für Appell gegen Corona-Demo in Aichach

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Breite Unterstützung für Appell gegen Corona-Demo in Aichach

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    Nach der Kundgebung auf dem Volksfestplatz zogen etwa 30 Teilnehmer auf den Aichacher Stadtplatz. Die Polizei unterband allerdings eine weitere Demonstration.
    Nach der Kundgebung auf dem Volksfestplatz zogen etwa 30 Teilnehmer auf den Aichacher Stadtplatz. Die Polizei unterband allerdings eine weitere Demonstration. Foto: Carmen Jung

    Eine Demo in Corona-Zeiten: für "Wir aus Aichach" ein Unding. Das war aber nicht der einzige Grund, warum sich die Gruppierung klar gegen die Demonstration von Querdenken Augsburg am Samstag in Aichach positionierte und dazu aufforderte, der Veranstaltung fern zu bleiben. Sie lehnt Proteste von "Querdenkern, Corona-Skeptikern und Corona-Leugnern" ab, wie es in einem Online-Aufruf heißt. Mit diesem Aufruf und Transparenten am Tag der Veranstaltung in Aichach wollte die Gruppe Flagge zeigen. Die Resonanz war groß.

    "Wir aus Aichach" setzt ein Zeichen gegen Extremismus

    Das Credo von "Wir aus Aichach" lautet: "Aichach ist bunt. Aichach ist vielfältig. Aichach hat ein großes Herz." Nach eigenen Angaben treffen sich online Aichacher zum Meinungsaustausch und "um ein Zeichen gegen jede Art von Extremismus und Nationalismus zu setzen". In einer Mitteilung bilanziert die Gruppe nun die friedlich verlaufene Demonstration: "Aichach unterstützt die Gegenbewegung stärker als die eigentliche Demo und die Versammlung in Aichach verlief nicht wie die in Leipzig, das ist ein gutes Signal." Diese Aussage belegt Sprecher Matthias Rösele mit Zahlen.

    Über 1750 Menschen unterzeichnen den Appell von "Wir aus Aichach"

    Stattliche 1783 Menschen haben den Appell der Aichacher unterschrieben. "Wir aus Aichach" sagt dazu: "Mit solch einer Resonanz hatte das Team nicht gerechnet." Die Unterzeichner sind laut Rösele Aichacher oder Menschen mit Aichacher Wurzeln. An der Spitze der Liste stehen zahlreiche Politiker aus der Region, angefangen von Bürgermeister Klaus Habermann und Landrat Klaus Metzger bis hin zu Stadt- und Kreisräten, ebenso wie amtierende oder ehemalige Abgeordnete, darunter auch so bekannte Namen wie Ruprecht Polenz (CDU) oder Ulrike Bahr (SPD). Die Demonstration selbst besuchten laut Polizei rund 800 Menschen. Nur ein kleiner Teil von ihnen war aus Aichach und Umgebung.

    "Wir aus Aichach" hatte im Vorfeld der Demo vor einer möglichen Unterwanderung der Veranstaltung von rechts gewarnt. Wolfgang Holzhauser, ebenfalls Sprecher der Gruppe, sprach gegenüber unserer Redaktion von einer "Radikalisierung, die da stattfindet". Im Online-Appell ist von einer "Unterstützung bedenklichen und demokratiefeindlichen Gedankenguts" bei derartigen Demos die Rede. Im Nachgang betont die Gruppe, man müsse auf jeden Fall über die Ausprägung der Maßnahmen zum Schutz vor Corona diskutieren. Die Grundlage sollten aber nicht diffuse Ängste und Emotionen, sondern wissenschaftlich erhobene und belegbare Fakten sein.

    Am Samstag hatte die Gruppe zweieinhalb Meter breite Banner in Aichach aufgehängt. Am Rathaus war zu lesen "Masken retten Leben". Auf anderen stand "Lieber nachdenken als querdenken" oder "Aichach zeigt Anstand und Abstand".

    "Wir aus Aichach" will nun die lokale Gastronomie unterstützen

    "Wir aus Aichach" will ihre Seite im Internet beibehalten. Pläne für eine künftige Nutzung gebe es bereits. So ist noch diese Woche der Start eines Verzeichnisses zur Unterstützung der lokalen Gastronomie geplant.

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