Die Corona-Lage im Landkreis Aichach-Friedberg verschärft sich. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) liegt die Sieben-Tage-Inzidenz aktuell bei 20,8 - das entspricht fast einer Verdoppelung im Vergleich zum Vortag, an dem das RKI 11,9 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen registriert hatte.
Corona: Inzidenz im Landkreis Aichach-Friedberg steigt deutlich
Der Anstieg hatte sich bereits am Mittwoch angedeutet, als das Landratsamt Aichach-Friedberg 28 positiv Getestete in den vergangenen sieben Tagen meldete. Übertragen auf die Bevölkerungszahl entspricht das exakt der nun gemeldeten Inzidenz. Meist dauert es einen Tag, bis die Zahlen aus den Gesundheitsämtern in die maßgebliche RKI-Statistik einfließen. Ob die Zahlen im Wittelsbacher Land in der Breite oder wegen eines konkreten Ereignisses steigen, ist bislang unklar.
Auch im Umkreis steigen die Corona-Zahlen tendenziell. Von acht angrenzenden Kreisverwaltungsbehörden hat aktuell der Landkreis Dachau mit 40,7 die höchste Inzidenz - dies ist offenbar auf die Rückkehr mehrerer Reisegruppen von einem Musikfestival in Kroatien zurückzuführen. Der Dachauer Landrat Stefan Löwl erklärte, er verfolge die Entwicklung „mit Besorgnis“. Ebenfalls deutlich über der 25er-Marke liegt der Wert in der Stadt Augsburg (35,7). Auf einem ähnlichen Niveau wie das Wittelsbacher Land bewegen sich die Landkreise Neuburg-Schrobenhausen (21,6) und Fürstenfeldbruck (18,7).
Ein Corona-Patient am Krankenhaus Aichach
Am Krankenhaus Aichach ist nach Angaben des Landratsamts derzeit eine positiv getestete Person in stationärer Behandlung. Anders als am Vortag gemeldet, liegt die jeweilige Person jedoch nicht auf der Intensivstation. Sie muss auch nicht beatmet werden. Darüber hinaus gibt es aktuell keine Corona-Verdachtsfälle an den beiden Standorten der Kliniken an der Paar in Aichach und Friedberg.