Als einer der ersten beendeten die Volleyballer aufgrund der Coronakrise ihre Saison vorzeitig. Mittlerweile hat der Bayerische Volleyballverband (BVV) Auf- und Abstieg geregelt. Eine Liga nach oben dürfen zur neuen Saison alle Teams, die theoretisch noch die Chance auf den Aufstieg gehabt hätten. Bis zum 30. April haben die Mannschaften Zeit, sich zu entscheiden.
Sich bereits entschieden haben die Frauen des TSV Rehling, die die Kreisliga Mitte souverän anführten. Den Rehlingerinnen hätten am abschließenden Spieltag zwei Punkte zum Titel gereicht, auch deshalb nimmt der TSV das Aufstiegsrecht in Anspruch, wie Abteilungsleiterin Lena Hauser verrät: „Wir haben schließlich daraufhin gearbeitet und werden es eine Liga höher versuchen“, so Hauser, die selbst in der Mannschaft spielt: „Es ist für uns das erste Mal in der Bezirksklasse und wir freuen uns drauf.“ Gerne hätten die Lechrainerinnen die Saison zu Ende gespielt, doch die Aufstiegsfeier wird nachgeholt: „Auch wenn wir uns offiziell nicht Meister nennen dürfen, werden wir feiern, wenn es die Situation wieder zulässt.“
Noch nicht sicher sind sich dagegen die Volleyballerinnen des TSV Inchenhofen, die in der Bezirksklasse Nord auf Platz drei lagen. Trainer Roland Wanka erklärt: „Wir sind in Gesprächen, aber wir müssen schauen, was die Spielerinnen in der kommenden Saison geplant haben. Wir haben zwei Frauenteams und da muss der Kader entsprechend groß sein.“ Auch die Leahaderinnen hätten gerne die Saison zu Ende gespielt, wie Wanka versichert: „Zum Schluss lief es sehr gut bei uns und wir hätten die bestplatzierten Teams noch zu Hause gehabt. Die Chancen standen nicht schlecht“, so der Coach, der auch Abteilungsleiter ist: „Wir werden uns bald entscheiden, müssen aber schauen. Sportlich wäre es natürlich ein Anreiz, zumal wir in den vergangenen Jahren immer oben dabei waren.“
Volleyball: Ein Aufstieg muss gut überlegt sein
Ähnlich sieht es auch Stefan Böck, der Trainer des Ligakonkurrenten TSV Aichach, der bei Abbruch Platz vier belegte, aber aufgrund der weniger absolvierten Spiele noch alle Chancen auf den Aufstieg gehabt hätte. „Das muss man sich gut überlegen, denn die Fahrten werden weiter und die Gegner natürlich besser. Da braucht man dann auch die entsprechende Einstellung und Trainingsbeteiligung.“ Böck will jede Spielerin befragen: „Es ist kein Muss, wir müssen nur Bescheid wissen, was jeder will und entscheiden dann. Ein bisschen Zeit haben wir ja noch.“
Ähnlich ist die Lage bei den Männern des TSV Aichach, die in der Kreisliga Nord als Tabellenzweiter bis zuletzt um die Meisterschaft kämpften. Abteilungsleiter Christian Miksch holt gerade Meinungen ein: „Der Anreiz ist da, aber wir müssen dann auch eine Schippe drauflegen. Die Jungs sollen das entscheiden.“ Eine weitere Unbekannte ist, wer die Aichacher künftig trainiert, denn Spielertrainer Alex Beck, der mittlerweile in München wohnt, wechselt nach Isar Loisach.
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