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Aichach: Wegen Neubauplänen: Aichach will das historische Stadtbild schützen

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Wegen Neubauplänen: Aichach will das historische Stadtbild schützen

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    Umgebaut werden soll das Werlberger-Haus an der Botengasse in Aichach. Für den Bereich westlich der Stadtpfarrkirche wird nun ein Bebauungsplan aufgestellt.
    Umgebaut werden soll das Werlberger-Haus an der Botengasse in Aichach. Für den Bereich westlich der Stadtpfarrkirche wird nun ein Bebauungsplan aufgestellt. Foto: Erich Echter (Archivbild)

    Ein viergeschossiger Flachdach-Neubau soll in Aichach an der Botengasse entstehen. Dem Bauantrag für dieses Vorhaben in historischem Umfeld hat der Aichacher Bauausschuss bereits im Januar seine Zustimmung verweigert. Der moderne, nüchterne Neubau passe an dieser sensiblen Stelle in der historischen Altstadt nicht ins Stadtbild, so die einhellige Meinung. In dem sensiblen Gebiet in der historischen Altstadt füge sich das Vorhaben nicht in die Umgebung ein, lautete die Begründung. Das hat nun wohl Folgen für den gesamten Bereich.

    Im Werlberger-Haus in Aichach sollen Wohnungen entstehen

    Das Grundstück liegt am westlichen Eingang zur historischen Altstadt – zwischen Botengasse, Bahnhofstraße und Prieferstraße – und innerhalb der ehemaligen Stadtmauerbefestigung. Das markante Werlberger-Haus auf dem gleichen Grundstück soll in Wohnungen umgebaut werden. In unmittelbarer Nähe liegen die denkmalgeschützte Stadtpfarrkirche und das ebenfalls denkmalgeschützte Pfarrhaus.

    Dazu gibt es ein potenzielles Bodendenkmal: Die Stadtmauer verlief wohl im Bereich der Einfriedung. Unbedingt erhalten werden müsste auch die große Rotbuche, die das Bild der Bahnhofstraße prägt. Das Stadtentwicklungskonzept sieht außerdem vor, Restbereiche des Stadtgrabens als Grünflächen zu erhalten, um Blickbeziehungen ins historische Umfeld zu wahren.

    Stadt Aichach will eine "hohe Gestaltungsqualität"

    Nun soll ein Bebauungsplan den Bereich schützen und eine hohe Gestaltungsqualität dort garantieren, war sich der Bauausschuss einig. Der Bebauungsplan „Westlich der Stadtpfarrkirche“ soll das Ortsbild, die Baustruktur und die Baugestaltung ebenso sichern wie eine verträgliche Nachverdichtung. Das hat der Ausschuss dem Stadtrat einstimmig empfohlen. Ebenso einstimmig war die Empfehlung einer Veränderungssperre für den Bereich. Diese würde zwei Jahre gelten und könnte verlängert werden.

    Im Stadtrat wird das Thema am Donnerstag, 28. Mai, auf der Tagesordnung stehen.

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