Der psychisch kranke Mann, der am Donnerstagmittag für einen aufsehenerregenden Polizeieinsatz an der Ludwigstraße in Aichach sorgte, ist bereits polizeibekannt. Das teilte Polizeichef Rudolf Rothhammer am gestrigen Freitag auf Nachfrage unserer Zeitung mit. Rothhammer zufolge ist der Mann derselbe, der schon vor zwei Jahren ebenfalls an der Ludwigstraße festgenommen worden war, weil er wirr durch die Straße lief und Schaden anrichtete.
Polizeibeamtin wurde bei Festnahme leicht verletzt
Damals, im September 2010, hatte er zunächst eine Taxifahrerin nach der Fahrt zum Aichacher Krankenhaus um ihren Lohn geprellt. Auf der Flucht über ein nahe liegendes Anwesen hatte er absichtlich einen Zaun beschädigt. Danach versuchte er, im Keller eines Hauses an der Ludwigstraße Feuer zu legen. Als die Polizei ihn schnappte, wehrte sich der Mann massiv gegen seine Festnahme. Das war auch am Donnerstag so. Rothhammer zufolge wurde eine Polizeibeamtin bei dem Einsatz leicht verletzt.
Zuvor hatte der Mann sie und ihre Kollegen mehrfach angespuckt und sich mit aller Kraft zur Wehr gesetzt. Der 39-Jährige, der aus München stammt, dort laut Polizei aber keinen Wohnsitz hat, war bei seiner Mutter in Aichach zu Besuch gewesen. Als eine Auseinandersetzung zwischen den beiden eskalierte, griff der Mann seine 71-jährige Mutter unvermittelt an. „Er hat sie zu Boden gezerrt und durchs Haus gestoßen“, so Aichachs Polizeichef. Kurz darauf gingen mehrere Notrufe, unter anderem von Nachbarn, bei der Dienststelle in Aichach und bei der Integrierten Leitstelle in Augsburg ein.
Sechs bis acht Polizisten vor Ort
Sogar als eine Polizeistreife schon vor Ort war, ging der Mann weiter auf seine Mutter los. Mehrere Beamte der Bereitschaftspolizei, die am Donnerstag zufällig in Aichach Dienst taten, fuhren zur Unterstützung ebenfalls zur Ludwigstraße. Insgesamt waren sechs bis acht Polizeibeamte vor Ort.