Aichach Ein positives Fazit zog Franz Gutmann für seine Zeit als Vorsitzender des Aichacher CSU-Ortsverbands. Bei der Jahreshauptversammlung am Mittwochabend in Untergriesbach erstattete er zum letzten Mal seinen Bericht: Er trat aus beruflichen Gründen von seinem Amt zurück (eigener Bericht auf Seite 1). Zum Schluss sprach er nochmals das Thema Bahnübergang an. Dass dort noch nicht gebaut wird, nannte Gutmann „ein Trauerspiel“. Das beschädige das Amt des Bürgermeisters und die Stadt, so der scheidende Vorsitzende.
Lob für die gute Arbeit an der Basis
Zuvor blickte Gutmann zurück auf die Aktivitäten seit der Jahreshauptversammlung 2011, angefangen vom Besuch der Justizministerin Beate Merk bis hin zum Besuch eines Spiels der Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen in Augsburg.
Positiv fiel auch seine Bilanz der Arbeit im Ortsverein aus. Man habe mit einer Reihe von Veranstaltungen die Mitglieder aktiviert, durch Neuwerbungen den Mitgliederschwund kompensiert und die Zusammenarbeit mit den Unterorganisationen verstärkt. Es sei auch gelungen, politische Themen zu besetzen, sowohl vom Ortsverein als auch von der Stadtratsfraktion, befand Gutmann: „Hier wird sehr gut, sehr verlässlich gearbeitet.“ Auch finanziell steht der Ortsverein gut da, berichtete Schatzmeister Stefan Stocker. Einnahmen und Ausgaben hielten sich 2011 die Waage. Aktuell hat der Ortsverein rund 22000 Euro auf dem Konto. Die Kassenprüfer Josef Böck und Alarich Kögl hatten nichts zu beanstanden, der Vorstand wurde bei vier Enthaltungen entlastet.
Gutmanns Rücktritt bedauerte Klaus Thoma, einer seiner drei Stellvertreter. Die Gründe seien für alle nachvollziehbar, sagte er. Dass er das Amt überhaupt übernommen habe, zeuge von großem Idealismus in Zeiten, die einen beruflich immer mehr in Anspruch nehmen. Er dankte Gutmann „für die konstruktive und erfolgreiche Arbeit über die drei Jahre hinweg“.
Michaela Böck, ebenfalls stellvertretende Vorsitzende, überreichte Gutmann ein Abschiedsgeschenk: „einen schönen Abend“ in Form von zwei Karten für ein Kabarett.
Die Neuwahlen verliefen unproblematisch. Stefan Stocker wurde bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung zum Vorsitzenden gewählt. Das Amt des Schatzmeisters, das dadurch frei wurde, übernimmt Zaferhan Acikgöz (eine Gegenstimme). Gewählt wurden an diesem Abend auch die Delegierten zur Kreisvertreterversammlung, zur Landtags- und Bezirkstagswahl sowie zur Bundestagswahl.
Über die aktuelle Kreispolitik von der Bildungspolitik bis zur Abfallverwertungsanlage informierte stellvertretender Landrat Matthias Stegmair. (bac)