Aichach-Klingen Rund 100 Mesnerinnen und Mesner der Region 1 in der Diözese Augsburg trafen sich am Dienstag im Aichacher Stadtteil Klingen zum alljährlichen Mesnertag. Nach einem Gottesdienst in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt standen im Maiwirtsaal in Klingen auch Neuwahlen auf dem Programm. Zum Mesnertag begrüßte der wiedergewählte Regionalleiter Ulrich Tschuschke dazu den Präses, Pfarrer im Ruhestand Franz Seiler, und den Diözesanleiter Karl Müller.
Die Ausbildung dauert zwei Jahre
Müller bedauerte, dass es keinen Mesnernachwuchs mehr gebe. Die Augsburger Ausbildungsstätte, einmalig in ganz Deutschland, ist derzeit verwaist. Alle, die sich für die zweijährige Ausbildung interessieren, können mit Karl Müller Kontakt aufnehmen. Der Diözesanleiter bedankte sich bei den Mesnern für die treuen Dienste in der Kirche. Sie seien der Rückhalt für den Gottesdienst und die Kirchengemeinde. Mesner seien Menschen, die nicht irgendeinen Job tun, sondern sich engagiert mit Herzblut aufgrund einer Berufung einbringen.
Präses Pfarrer Franz Seiler griff das Jahresthema auf: „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“ Er meinte in seinem einstündigen Referat: „Miteinander sollten wir üben, Schwächen zu zeigen und getragen zu werden oder Stärken zu zeigen und andere zu tragen.“ Es menschele überall in der Kirche, auch der Pfarrer habe seine Eigenheiten und Probleme, das gehe aber schon zurück bis in die Apostelgeschichte. „Mit Christus“, so Seiler, „bestehen wir alle Stürme, die uns in unserer Zeit mächtig ins Gesicht blasen.“
Der Gottesdienst sei nicht mit dem Amen zu Ende. „Es wäre schön, wenn sich zwei oder drei Menschen täglich in Jesu Namen treffen und den Mitmenschen zeigen, dass seine Liebe in der Gemeinde lebt.“ Die Mesnerinnen und Mesner sah er dabei als Vorbilder an vorderster Front. Sie seien manchmal mehr Ansprechpartner als der Pfarrer, weil sie in der Hierarchie nicht so weit oben stünden, sagte der Präses.
Gemeinsame Wallfahrt nach Herrgottsruh
Der Punkt Neuwahlen ging nach der Mittagspause reibungslos über die Bühne. Die bisherige stellvertretende Regionalleiterin Angela Asam hatte für das Amt nicht mehr kandidiert. Karl Müller zollte ihr dafür ein herzliches Vergelt’s Gott. Dem wiedergewählten Regionalleiter Karl Tschuschke wurde das einstimmige Vertrauen ausgesprochen. Ebenso einstimmig wurde Roman Margazyn (Meitingen) als stellvertretender Regionalleiter gewählt. Zur Herrgottsruh-Wallfahrt sind die Mesner am Dienstag, 13. März, um 14 Uhr in die Wallfahrtskirche in Friedberg eingeladen. Nach dem Rosenkranzgebet feiert man mit dem neuen Wallfahrtsdirektor, Pater Sascha-Philipp Geißler, einen Gottesdienst. Die Mesner-Fortbildungstage finden vom 3. bis 7. September in der Erzabtei Sankt Ottilien (Landkreis Landsberg) statt. Der Mesnerausflug führt vom 14. bis 19. Oktober ins Elsass. (ak)
Anmeldung Zu den Mesner-Fortbildungstagen und zum Mesnerausflug ist sofortige Anmeldung notwendig bei Diözesanleiter Karl Müller, Telefon 0821/ 3166497. Mit ihm kann auch jeder Kontakt aufnehmen, der sich für die zweijährige Ausbildung interessiert.