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Kommentar: Corona-Fälle in Aichach-Friedberg: Was die Zahlen nicht verraten

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Corona-Fälle in Aichach-Friedberg: Was die Zahlen nicht verraten

Sebastian Richly
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    Wegen der hohen Corona-Zahlen bekommen menschen aus Aichach-Friedberg derzeit Probleme beim verreisen.
    Wegen der hohen Corona-Zahlen bekommen menschen aus Aichach-Friedberg derzeit Probleme beim verreisen. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa-tmn

    Aichach-Friedberg ist aktuell deutschlandweit in aller Munde. Leider nicht aufgrund der Landesausstellung 2020, sondern aufgrund der 96 positiv auf das Coronavirus getesteten Personen auf dem Lohner-Spargelhof in Inchenhofen. Damit ist Aichach-Friedberg aktuell der einzige deutsche Landkreis, der die Obergrenze von neuen Corona-Infektionen überschreitet. Einen Lockdown gibt es dennoch nicht – zurecht!

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    Denn was sagt diese Zahl überhaupt aus? Darüber streiten sogar Experten. Im Wittelsbacher Land ist das Risiko, sich mit dem Virus zu infizieren, auch nicht höher als sonst wo in Deutschland. Deshalb ist es nicht nachvollziehbar, dass Hotels Gäste aus Aichach-Friedberg aufgrund der aktuellen Corona-Fälle nicht einchecken lassen wollen. In zwei Wochen sehen die Zahlen vermutlich schon wieder ganz anders aus. Dann wird den Touristen aus Aichach-Friedberg der rote Teppich ausgerollt, nur weil dann weniger positive Tests innerhalb des Landkreises vorliegen.

    In Corona-Zeiten ist Vorsicht geboten, aber wenn sich bald schon wieder Menschenmassen auf Mallorca tummeln, sollten auch Familien aus Aichach-Friedberg an die Ostsee fahren dürfen – Zahlen hin oder her.

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