In der Karwoche gedenken Christen dem Leiden und Sterben von Jesus Christus am Kreuz. Doch auf Tod und Trauer folgt am Ostersonntag die Freude und Hoffnung über seine Auferstehung. Bei der Corona-Pandemie folgen auf den Tod nur Trauer und Bestürzung. Als die erste Todesnachricht von zwei Opfern der Pandemie im Aichacher AWO-Seniorenheim vor zwei Wochen eintraf, war die Angst schon groß, dass sich das Virus weiter ausbreitet. Das hat es, und über Ostern mit voller Wucht. Zwölf ältere Menschen haben dort inzwischen ihr Leben verloren.
Den Angehörigen gilt das unmittelbare Beileid
In erster Linie betroffen sind die Angehörigen der Verstorbenen, denen das unmittelbare Beileid gilt. Betroffen sind aber natürlich noch viel mehr Menschen – weitere Infizierte im Heim, alle Bewohner, die Mitarbeiter und deren Angehörige. Und eigentlich kann sich keiner entziehen, der nur einen Funken Mitgefühl in sich hat.
Es ist jetzt nicht der richtige Zeitpunkt, um Ursachenforschung und Fehlerquellensuche im Heim an die erste Stelle zu setzen. Es gilt für die Verantwortlichen, alles daran zu setzen, die Seuche dort zu stoppen. Wenn dieses Kreuz aber hoffentlich bald an uns allen vorübergegangen ist, dann müssen Fragen gestellt und beantwortet werden.
Lesen Sie dazu auch unseren Bericht: Corona-Todesfälle: Trauer und Angst im AWO-Seniorenheim
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