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Fliesenskandal in der JVA Aichach ist nicht lustig

Carmen Jung, Redakteurin, Aichacher Nachrichten
Kommentar Von Carmen Jung
11.11.2020

4800 Quadratmeter hohl und bucklig verlegte Fliesen in einem Neubau der JVA Aichach sind eigentlich zum Lachen. Doch dafür ist die Rechnung viel zu hoch.

Schon ein halbes Jahrzehnt zieht sich die Misere um den Baupfusch beim Neubau des Versorgungszentrums hinter den Mauern des Aichacher Gefängnisses hin. Es geht um stattliche 4800 Quadratmeter Fliesen, die so hohl und buckelig verlegt wurden, dass der Belag nicht einmal dicht war. Jeder anständige Fliesenleger im Wittelsbacher Land hätte sich geschämt, so etwas abzuliefern. Kein Wunder, dass über die spanischen „Fliesenkünste“ schon viel gelästert und gelacht wurde.

Eine Ursache ist die europaweite Ausschreibung

Man könnte sich über den Fall, der auch eine Folge der vorgeschriebenen europaweiten Ausschreibung war, tatsächlich trefflich amüsieren, wenn dieser Spaß nicht so teuer gewesen wäre. noch nun stehen satte 1,6 Millionen Euro im Feuer. Hinzu kommt die Preissteigerung im Bausektor, die zulasten des Freistaats geht und auf die Verzögerung der Baumaßnahme zurückzuführen ist. Die 1,6 Millionen Euro aber wenigstens möchte das Staatliche Bauamt Augsburg von den Verursachern für den Freistaat zurückholen.

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