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Aindling

10.07.2020

Neue Kita für Aindling: Genehmigung lässt auf sich warten

Auf dieser Wiese neben der Straße zwischen Aindling-Ost und Arnhofen soll die neue Kita entstehen.
Bild: Josef Abt

Plus Gemeinderat Settele ärgert sich, dass die neue Aindlinger Kita noch nicht genehmigt ist. Er rät der Bürgermeisterin, im Landratsamt auf den Putz zu hauen.

Ganz zum Schluss der Aindlinger Gemeinderatssitzung wurde es zwar unsachlich, aber amüsant. Gemeinderat Josef Settele ärgert sich schon länger darüber, dass die Gemeinde – seiner Ansicht nach – unverhältnismäßig lange auf die Baugenehmigung für die neue Kindertagesstätte (Kita) warten muss. Er wittert hier offenbar eine Ungleichbehandlung der Kommunen im Kreis.

Aindlings Bürgermeisterin will kein Rumpelstilzchen sein

Deshalb gab er Bürgermeisterin Gertrud Hitzler den Rat, sich im Landratsamt auch einmal „so hervorzutun“ wie der Aichacher Bürgermeister Klaus Habermann. Dieser habe sich – in einem ähnlichen Fall – auch in den Medien kräftig beschwert und innerhalb kürzester Zeit eine Baugenehmigung erhalten, schilderte Settele seine Eindrücke. Der Marktgemeinderat (Parteilose Wähler) und Kreisrat (AfD-Fraktionsvorsitzender) wollte von Hitzler wissen: „Hat der [Habermann] etwa bessere Beziehungen ins Landratsamt als Sie?“ Hitzler schmunzelte und erwiderte: „Ich hoffe nicht, dass ich reingehen und mich wie Rumpelstilzchen aufführen muss.“ Das sei eigentlich nicht ihre Art. Sie erläuterte, dass die Mitarbeiter im Landratsamt ihr Möglichstes täten und ihrerseits auf Antworten von anderen Stellen angewiesen seien.

Das überzeugte Settele aber wohl nicht, denn er legte in Sachen Arbeitseifer noch ein Beispiel nach. Wenn ein Unternehmer mit seiner Arbeit nicht fertig werde, dann müsse er halt auch am Freitagnachmittag oder am Samstag arbeiten. Das empfiehlt er offenbar auch den Landratsamtmitarbeitern.

34 Kinder sind in Aindling noch ohne Betreuungsplatz

Wie berichtet, waren in Aindling zuletzt 24 Kindergartenkinder und zehn Krippenkinder noch ohne Betreuungsplatz für das neue Schuljahr. Weil der Gemeinderat um dieses Problem wusste, hatte er vor über einem Jahr den Neubau einer Kita nördlich der Marktangersiedlung in Richtung des Ortsteils Arnhofen beschlossen. Im August 2019 wurde für das 2,6-Millionen-Projekt ein Förderantrag bei der Regierung von Schwaben gestellt.

Der Förderbescheid für die neue Aindlinger Kita ist da

Die gute Nachricht ist, dass der Förderbescheid jetzt eingetroffen ist. Voller Stolz verkündete Hitzler dem Gemeinderat, dass 100 Prozent der Nutzfläche der Kindertagesstätte förderfähig ist. Das heißt konkret, dass die Gemeinde für den Neubau nur noch einen Eigenanteil von etwa 270.000 Euro bezahlen muss. Hitzler lobte in der Sitzung insbesondere Kämmerer Andreas Grägel, der zuletzt noch eine Nachbesserung der Pläne angeregt hatte. Dabei ging es darum, die Abstellplätze für die Kinderwagen noch näher ans Haus heranzurücken und dadurch auch dafür eine Förderung zu erhalten. Noch kann das Gebäude für 22 Krippen- und 28 Kindergartenkinder aber nicht gebaut werden. Als Zwischenlösung kann eine ganze Kindergartengruppe in den Alsmooser Kindergarten ausweichen. Für die Krippenkinder soll die Übergangskrippe der Johanniter, die Wichtelhütte, auf Schloss Pichl erweitert werden.

In der Sitzung wurde auch beschlossen, dass die Gemeinderätinnen Barbara Stransky und Ulrike Schmid sich regelmäßig mit dem Kindergartenbeirat St. Martin treffen, um sich vor allem ein Bild über die Finanzen machen zu können.

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