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Pastorale Raumplanung: Nach dem Ärger Hoffnung auf den Dialog

Pastorale Raumplanung

Nach dem Ärger Hoffnung auf den Dialog

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    Michael Brandt
    Michael Brandt

    Inchenhofen/Aichach Ihrem Unmut Luft gemacht haben die rund 30 Teilnehmer auf der Frühjahrsvollversammlung des Rates der Katholiken im Dekanat Aichach. Thema der Sitzung in Inchenhofen war die pastorale Neuordnung im Bistum Augsburg. Konkrete Beschlüsse gebe es dazu noch immer nicht, aber immerhin habe endlich der Dialog begonnen, berichtete Michael Brandt, Vorsitzender im Dekanatsrat Aichach.

    Sehr unterschiedliche Reaktionen hatte es auf eine Umfrage unter den Anwesenden, alles Vertreter der Pfarrgemeinderäte im Dekanat Aichach, gegeben. Mit den neuen Pfarreiengemeinschaften hatten die meisten überwiegend positive Erfahrungen gemacht. „Das ist wirklich gut angekommen bei den Leuten“, bestätigte auch Brandt, der das in seiner eigenen Pfarrei in Gundelsdorf (Markt Pöttmes) so erlebt.

    Anders ist es bei den Wort-Gottes-Feiern. Während in manchen Pfarreien diese Angebote nur wenig besucht würden, gebe es Pfarreien, vor allem Filialkirchen, wo diese gut angenommen werden, war das Ergebnis der Umfrage. Es sei keine Konkurrenzveranstaltung, sondern „wir erreichen damit Leute, die sonst gar keine regelmäßigen Kirchgänger mehr sind“, gaben die Teilnehmer der Versammlung Brandt als Botschaft für Bischof Konrad Zdarsa mit auf den Weg.

    Auf Zdarsas Verbot, an Wochenenden Wortgottesdienste zu feiern, reagierten laut Brandt besonders die frisch ausgebildeten Leiter von Wort-Gottes-Feiern frustriert und enttäuscht. Besonders nachdem unter Bischof Walter Mixa diese Feiern noch sehr gefördert worden waren. „Eine abrupte Änderung, über die sich die Dekanatsräte sehr wunderten“, so Brandt. Aus zwei oder drei Pfarreien seien Leute da gewesen, die sich sehr engagieren und viel Zeit in die Ausbildung gesteckt hätten. Sie hätten just am Tag ihres Berufungsgottesdienstes vom Verbot des Bischofs erfahren.

    Sie waren nicht die Einzigen, die frustriert reagierten. Wegen der Art und Weise, wie der Kommunikationsprozess zur pastoralen Raumplanung bisher verlaufen sei, würden sich einige engagierte Laien aus Verärgerung nicht mehr zur Wahl stellen, hatte der Dekanatsvorsitzende in Gesprächen erfahren.

    „Verbesserungsfähige“ Informationspolitik

    Auch Brandt hätte sich gewünscht, dass der Bischof das Thema anders anpackt. „Das erste Schreiben war manchmal missverständlich“, fand er. Er bedauerte „die wirklich sehr verbesserungsfähige Informationspolitik“ in diesem Jahr. Umso glücklicher ist er, dass nun endlich der Dialog ins Laufen gekommen sei und sich ein geordneter Prozess entwickeln könne.

    Angelaufen sind die Gespräche zum Übergang von Pfarrgemeinde- zu Pastoralräten. Erst in den nächsten Monaten werde sich zeigen, wer wen wählen, wie der Übergang und der Vorsitz gestaltet werde, teilte der Vorsitzende den Teilnehmern mit. Er berichtete, dass Diözesanratsvorsitzender Helmut Mangold empfohlen hatte, strukturelle Veränderungen auf der Grundlage des bewährten Modells der Pfarreiengemeinschaften fortzuschreiben.

    Zum Thema Fusion konnte Brandt zunächst Entwarnung geben. Laut dem Bischof werde es nur dann dazu kommen, wenn alle Beteiligten dies ausdrücklich wünschten. „Er hat es als ganz langfristiges Fernziel erklärt“, so Brandt.

    Als Diskussionsgrundlage ist die von der Diözesanleitung geplante Reduzierung von 216 auf 207 Seelsorgeeinheiten gedacht. Obwohl einige Teilnehmer der Versammlung Bedenken hatten, ob ihre kleine Pfarrei dann auf der Strecke bleibe, sei allen klar gewesen, dass es Veränderungen geben müsse, so Brandt.

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