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Schiltberg: Gemeinderat Schiltberg tagt auch künftig nicht im Internet

Schiltberg

Gemeinderat Schiltberg tagt auch künftig nicht im Internet

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    Liveübertragungen von Sitzungen wie auf unserem Symbolbild im Neuburger Stadtrat, wird es aus dem Gemeinderat Schiltberg nicht geben.
    Liveübertragungen von Sitzungen wie auf unserem Symbolbild im Neuburger Stadtrat, wird es aus dem Gemeinderat Schiltberg nicht geben. Foto: Andreas Schopf (Symbolbild)

    Sollen Gemeinderatssitzungen künftig im Internet übertragen werden? Im Rahmen der Corona-Pandemie taucht immer öfter diese Frage auf. Der Schiltberger Gemeinderat sprach sich in seiner Sitzung am Donnerstagabend rasch einstimmig dagegen aus.

    Zum einen war er dagegen, die Sitzungen für die Bevölkerung im Livestream zu übertragen. Zum anderen sprach er sich auch dagegen aus, dass sich die Gemeinderäte selbst nur virtuell in einer Online-Konferenz, quasi aus dem Homeoffice, treffen würden.

    "Von meiner Seite ein klares Nein. Wir haben uns als Gemeinderäte verpflichtet, einmal im Monat hier zu sein. Außerdem bräuchten wir für den Spaß 13 sichere Leitungen", fand Bürgermeister Fabian Streit und erntete Zustimmung. Für eine Livestream-Übertragung der Sitzungen für die Bevölkerung müssten außerdem im Sitzungssaal mindestens vier Kameras installiert werden. Auch hier war man der Meinung, dass ein derartiger finanzieller Aufwand für eine kleine Gemeinde in keinem Verhältnis stehe.

    Gemeinde setzt auf ÖkostromDie Gemeinde Schiltberg setzt künftig auf Ökostrom, das hat der Gemeinderat im Rahmen seiner Sitzung am Donnerstag beschlossen. Für die kommunale Strombeschaffung für die Jahre 2023 bis 2025 wird demnächst eine europaweite Bündelausschreibung über die Kubus GmbH durchgeführt. Nun galt es für die Gemeinderäte zu entscheiden, welcher Strom bezogen werden soll. Zur Auswahl standen neben Normalstrom auch Ökostrom ohne Neuanlagenquote beziehungsweise Ökostrom mit Neuanlagenquote.

    Gemeinderat Matthias Ziegenaus sprach sich ganz klar für die teuerste Variante, Ökostrom mit Neuanlagenquote, aus. "Wir haben uns damals bei den Wahlen so positioniert, dass wir auch die Umwelt mit auf dem Schirm haben", fand Ziegenaus und appellierte an die Vorbildfunktion der Kommune. Auch die restlichen Gremiumsmitglieder waren nach längerer Diskussion der Meinung, dass die Normalstromvariante definitiv vom Tisch ist.

    Doch ob Ökostrom mit oder ohne Neuanlagenquote gewählt werden soll, da war man sich uneins. "Wir müssen halt wissen, was uns das Ganze wert ist", resümierte Bürgermeister Fabian Streit und bat zur Abstimmung. Diese ging mit 9:3 Stimmen für Ökostrom ohne Neuanlagenquote aus. Die Gemeinderäte Matthias Ziegenaus, Markus Stocker und Albert Wagner hätten die teurere Variante mit Neuanlagenquote präferiert und stimmten dagegen.

    Ape für die Grünanlagenpflege

    Erweiterung Bauhoffuhrpark Seit August 2020 kümmert sich Gabriele Westermair um die Grünanlagenpflege in der Gemeinde Schiltberg. Bisher hat sie die Arbeiten mit ihrem Privatauto erledigt, nun soll der Bauhoffuhrpark um einen fahrbaren Untersatz für Westermair erweitert werden. Hier schwebte Bürgermeister Fabian Streit ein Piaggio Ape 50 Transporter vor. "Ich glaube, ich habe mich noch nie so viel mit einem Punkt beschäftigt", so das Gemeindeoberhaupt, denn die Finanzlage sei aufrund der aktuellen Situation natürlich angespannt, und jede Investition muss durchdacht werden.

    Die Vorteile des kleinen Nutzfahrzeugs lagen für Streit klar auf der Hand: Es ist klein und kann somit überall während der Grüngutpflege gut abgestellt werden. Zudem verfügt es über eine Ladefläche beispielsweise für Werkzeug oder Strauchabschnitte. Außerdem hätte die Ape im Moment dank starker Nachfrage kaum Wertverlust. "Wir könnten das jetzt für ein Jahr ausprobieren und wenn wir der Meinung sind, es funktioniert nicht, verkaufen wir das Fahrzeug ohne großen Verlust wieder", so Streit.

    Gegen offene Fahrerkabine für den Bauhof Schiltberg

    Neu würde das Fahrzeug aktuell im Rahmen einer Aktion rund 5600 Euro kosten. Peter Kellerer und Albert Wagner konnten nicht ganz für das Projekt gewonnen werden. "Ich würde zumindest für dieses Jahr nach einem Kompromiss suchen und nächstes Jahr investieren, wenn sich die Finanzlage etwas entspannt hat", fand Wagner. Matthias Ziegenaus hingegen wollte eher auf ein Fahrzeug mit E-Antrieb setzen. Der Renault Twizy würde beispielsweise in vielen Städten für solche Zwecke eingesetzt. Allerdings verfüge dieser über keine ausreichende Ladefläche und hat eine offene Fahrerkabine. "Wir brauchen eine geschlossene Kabine, alles andere ist für Gabi eine Zumutung", fand Gemeinderat und Bauhofmitarbeiter Johann Paucker.

    Das Gremium hat sich letztendlich mehrheitlich für die Anschaffung des Piaggio APE 50 Transporter entschieden. In einem Jahr wird man sich noch mal beraten, ob das Fahrzeug weiterhin genutzt oder wieder verkauft wird.

    Weitere Themen: Urnengräber in Rupertszell und Corona-Tests

    Urnengräber in RuppertszellWie Bürgermeister Fabian Streit berichtete, sollen auf dem Friedhof in Ruppertszell Urnengräber entstehen. Geschehen wird dies im Rahmen des Baus einer neuen Aussegnungshalle. Geplant sind demnach vier bis fünf Urnengräber und fünf Urnenstelen, welche jeweils Platz für zwei Urnen bieten. Bisher konnte die Holzlandgemeinde lediglich auf dem neuen Friedhof in Schiltberg Urnengräber anbieten.

    Straßen werden verbessert In Schiltberg befinden sich drei nicht ausgebaute Straßen, die bisher vom Bauhof mit regelmäßigen Ausbesserungsarbeiten unterhalten wurden. Da ihr Zustand mittlerweile extrem schlecht ist und damit die Unfallgefahr für die Bürger steigt, soll nun eine intensive Aufarbeitung durch eine Fachfirma stattfinden.

    Corona-Testzentrum in KühbachBürgermeister Fabian Streit informierte den Gemeinderat, dass in Kühbach ein Testzentrum für Covid-19 entstehen solle. Die Verwaltungsgemeinschaft stellt hierfür ein Gebäude zu Verfügung, die Abstriche werden vom hiesigen Apotheker durchgeführt.

    Jugend soll befragt werden Dass sich die Jugendarbeit in Zeiten der Corona-Pandemie schwierig gestaltet, ist selbsterklärend. Der Jugendbeauftragte der Gemeinde, Matthias Ziegenaus, unterrichtet den Gemeinderat über ein jüngst stattgefundenes Online-Meeting organisiert vom Kreisjugendring. Ziegenaus machte den Vorschlag, als Unterstützung für die jungen Gemeindebürger eine Jugendbefragung durchzuführen. Verteilt werden soll der Rundbrief mit der in Kürze erscheinenden VG-Broschüre.

    Zuschuss für Kriegsgräberfürsorge Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge soll auch in diesem Jahr wieder einen Zuschuss in Höhe von 300 Euro von der Gemeinde bekommen.

    Bauantrag zugestimmt Lediglich einen Bauantrag hatte der Gemeinderat dieses Mal zu bearbeiten. In der Flurstraße im Ortsteil Allenberg soll auf einem landwirtschaftlichen Anwesen ein Einfamilienhaus mit Pkw-Doppelgarage und -Stellplatz als Betriebsleiterwohnung entstehen. Nach Durchsicht der dazugehörigen Pläne hatte der Rat keine Einwände und stimmte einstimmig für das Bauvorhaben.

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