Erster Etappensieg an der Ortsdurchfahrt Mühlhausen: Die Ach-Brücke ist abgebaut
Versorgungsleitungen unterqueren die Friedberger Ach in Mühlhausen. Am Montag, 18. Mai, startet der nächste Abschnitt. Was nun geplant ist.
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Auf der Brücken-Baustelle in Mühlhausen geht es derzeit mächtig zur Sache. Der Flusslauf der Friedberger Ach wurde provisorisch mit riesigen Betonrohren hergestellt, an der ehemaligen Brücke sind Berge von Geröll zu sehen. Nördlich davon warten große Maschinen, die hier in Kürze mit dem Einrammen der Spundwände für den Bau der neuen Brückenkonstruktion beginnen.Foto: Josef Abt
Laut einer Mitteilung werden zunächst der komplette Asphalt sowie die Bord- und Randsteine zurückgebaut. Danach wird auf der südlichen Hälfte der Augsburger Straße abschnittsweise der Niederschlagswasserkanal für die Straßenentwässerung neu verlegt. Die nördliche Seite der Augsburger Straße bleibt als Einbahnstraße für Anlieger von Westen in Richtung Osten zur Ortsmitte hin befahrbar. Hinaus aus Mühlhausen geht es dann nur noch über die Raiffeisenstraße, den Birkenweg und den Lärchenweg.
Staatliches Bauamt: Ortsdurchfahrt wird in Förderprogramme aufgenommen
Für die Kanalarbeiten wird wie für die Neuerrichtung des Brückenbauwerks, die unmittelbar bevorsteht, ein Verbau mit Spundwänden erforderlich. Christoph Eichstaedt, zuständiger Abteilungsleiter am Staatlichen Bauamt, erklärt: „Leider lassen sich Lärmbelastungen in den kommenden Bauphasen nicht vermeiden.“ Eichstaedt: „Man muss aber auch bedenken, dass die Kanalverlegung dem Schutz des Grundwassers dient.“ In Zukunft werde das Niederschlagswasser nicht mehr direkt in das Grundwasser eingeleitet, sondern über eine Reinigungseinheit im Kanalnetz vorbehandelt. „Wir investieren hier also in unsere Zukunft“, resümiert der Abteilungsleiter.
Ende März war die Unterquerung der Ach abgeschlossen. Dafür kamen Spezialmaschinen zum Einsatz. Sechs Leerrohre führen ab der Raiffeisenbank in Richtung Bergen auf einer Länge von 107 Metern und einer Tiefe von stellenweise 8,5 bis zehn Metern unter der Friedberger Ach.Foto: Josef Abt (Archivbild)
Außerdem werden der Mitteilung zufolge noch etliche weitere Leitungen gesichert oder neu verlegt. Da die Erd- und Tiefbauarbeiten einige Monate in Anspruch nehmen werden, steht in dieser Zeit kein befestigter Gehweg in der Augsburger Straße zur Verfügung. Das Bauamt, das die Maßnahme im Auftrag des Freistaats durchführt, fordert Fußgängerinnen und Fußgänger auf, möglichst auf das umliegende Straßennetz auszuweichen. Ab Herbst beginnt der Neuaufbau der Fahrbahn und der Gehwege. Das Ende der Baumaßnahme ist für Ende des Jahres vorgesehen.
Bauarbeiten in Mühlhausen: Großräumige Umleitung gilt weiterhin
Eichstaedt freut sich darüber, dass die Maßnahme mittlerweile in zwei Förderprogrammen enthalten ist. Der südliche Gehweg kann demnach über die Regierung von Schwaben aus dem Bayerischen Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz eine Zuwendung erhalten. Die Verkehrsflächen für den Radverkehr sind in das Sonderprogramm „Stadt und Land“ des Bundes aufgenommen worden.
Die mit Start der Arbeiten im Februar eingerichtete, großräumige Umleitung bleibt bestehen. In Richtung Pöttmes verläuft sie über die Staatsstraße 2381 über den Rehlinger Ortsteil Oberach und Sand (Gemeinde Todtenweis) und dann weiter über die Kreisstraße AIC 8 über Aindling. Von Affing in Richtung Augsburg verläuft die Umleitung ab Bergen über die Kreisstraße AIC 25 nach Derching (Stadt Friedberg) bis zur Anschlussstelle an der Autobahn A8. (AZ)
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