Der Auftakt zum Brauereifest der Schlossbrauerei Unterbaar dürfte ganz nach dem Geschmack der vielen Besucherinnen und Besucher gewesen sein. Am Donnerstagabend füllte sich das Festzelt rasch, während draußen nach und nach immer mehr Gäste auf das Brauereigelände strömten. Über dem Baarer Ortsteil Unterbaar lag dabei echtes Frühsommerwetter: milde Temperaturen, ein angenehmer Abendhimmel und genau die Art von Witterung, bei der der Vorsatz „heut bleib i ned lang“ meist schon nach der ersten Maß wieder vergessen ist.
Brauereifest in Baar ist eröffnet - die schönsten Bilder
Zwischen Dirndl, Lederhose und ausgelassener Stimmung zeigte sich schnell: Das Unterbaarer Brauereifest hat längst einen festen Platz im Kalender vieler Besucherinnen und Besucher. Schon kurz nach Beginn war rund um das Festzelt einiges los. Gruppen aus dem Ort und der Umgebung trafen sich auf dem Gelände, begrüßten sich quer über die Bierbänke hinweg und stießen gemeinsam an. Wer etwas später kam, musste sich teilweise schon ziemlich geschickt zwischen Bedienungen, Maßkrügen und voll besetzten Bierbänken hindurchschlängeln.
Bürgermeister und Brauereichef eröffnen das Brauereifest in Baar
Auch in diesem Jahr waren wieder viele Familien auf dem Fest unterwegs. Zwischen den Feiernden liefen ganze Trauben von Kindern in Lederhose oder Dirndl über das Gelände, während draußen geratscht, gelacht und das schöne Wetter genossen wurde. Überhaupt wirkte alles von Beginn an angenehm entspannt – genau so, wie man sich einen gelungenen Auftakt in Unterbaar eben vorstellt.
Schon vor dem offiziellen Bieranstich gab es zur Freude von Brauereichef Franz Freiherr Groß von Trockau ein Standkonzert der Gastkapelle aus Friedberg. Unter dem Klatschen des Publikums marschierten die Musikerinnen und Musiker anschließend ins Festzelt ein, begleitet von den Klängen der Blaskapelle Baar, die dort bereits auf der Bühne für Stimmung sorgte. Die Baarer Kapelle hat heuer übrigens selbst noch einen besonderen Anlass zum Feiern: Im Juli steht das 25-jährige Bestehen an.
Erneut übernahm Bürgermeister Roman Pekis den offiziellen Bieranstich. Gemeinsam mit dem Brauereichef eröffnete er das viertägige Fest traditionell vor zahlreichen Gästen. Nach drei Schlägen hieß es schließlich ganz klassisch: „O'zapft is“ – und spätestens danach war die Feststimmung im Zelt endgültig angekommen.
Die Blaskapelle Baar sorgte für beste Stimmung. Im Laufe des Abends wurde mitgesungen, geschunkelt und angestoßen. Während es sich viele Gäste gemütlich bei Brotzeit und Getränken gut gehen ließen, wurde es bei den Jüngeren zunehmend lebhafter. Auch draußen blieb es lange voll – nicht zuletzt, weil das Wetter diesmal deutlich besser mitzuspielen schien als bei manch anderem Fest in den vergangenen Wochen.
Zahlreiche freiwillige Helfer stemmen das Baarer Brauereifest
Bemerkenswert war erneut die entspannte Atmosphäre auf dem gesamten Gelände. Trotz des großen Andrangs ging es weitgehend ruhig und friedlich zu. Viele nutzten die Gelegenheit, um Bekannte wiederzutreffen oder gemeinsam ins lange Festwochenende zu starten.
Dass ein viertägiges Fest dieser Größenordnung überhaupt möglich ist, liegt vor allem am Einsatz zahlreicher Ehrenamtlicher. Unterstützt wird die Schlossbrauerei traditionell unter anderem vom TSV Baar, den Schützen, der Blaskapelle, sowie vielen weiteren Helferinnen und Helfern aus dem Ort. Hinter den Kulissen wird aufgebaut, organisiert, ausgeschenkt und zusammengeräumt – oft schon Tage vor dem eigentlichen Start. Viele stehen dabei stundenlang im Einsatz, kümmern sich um Ausschank, Bedienung, Küche oder Organisation und sorgen dafür, dass im Festzelt alles möglichst reibungslos läuft. Für die Gäste wirkt vieles selbstverständlich – tatsächlich steckt hinter jeder Maß und jedem belegten Tisch jede Menge Arbeit.
In den kommenden Tagen wartet auf die Gäste noch ein umfangreiches Programm. Am Freitagabend sorgt die Band „Jolly Sound“ im Festzelt für Stimmung. Der Samstag steht zunächst im Zeichen der traditionellen Maibaum-Prämierung, ehe am Abend mit der Partyband „S.O.S.“ wohl endgültig wieder Partystimmung angesagt sein dürfte. Erfahrungsgemäß wird es dabei vor allem später am Abend noch einmal richtig voll. Der Einlass ist an den Partyabenden ab 16 Jahren erlaubt, jüngere Besucherinnen und Besucher dürfen das Fest nur in Begleitung einer erziehungsberechtigten Person genießen. Zum Abschluss am Sonntag spielt dann „Chlorfrei“. Dazu kommen die bekannten Unterbaarer Bierspezialitäten, Brotzeiten und Schmankerl aus der Festküche, die für viele Gäste genauso dazugehören wie Musik und gesellige Stunden.
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