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Ein neues Referat und zwei, die vereint werden: So besetzt der Aichacher Stadtrat seine 16 Referate

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Aichach hat jetzt einen eigenen Referenten für Inklusion

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    Ein Bordstein ist nur ein Beispiel für Hürden, auf die Menschen im Rollstuhl oder mit Gehbehinderung im Alltag stoßen. In Aichach gibt es jetzt einen Referenten für Inklusion, Teilhabe und Barrierefreiheit.
    Ein Bordstein ist nur ein Beispiel für Hürden, auf die Menschen im Rollstuhl oder mit Gehbehinderung im Alltag stoßen. In Aichach gibt es jetzt einen Referenten für Inklusion, Teilhabe und Barrierefreiheit. Foto: Bernhard Weizenegger (Symbolbild)

    Ein neues Referat gibt es jetzt im Aichacher Stadtrat: Das Referat für Inklusion, Teilhabe und Barrierefreiheit wurde am Dienstag in der zweiten konstituierenden Sitzung beschlossen. Besetzt wird es mit Stadtrats-Neuling Josef Koppold (CSU). Er sitzt seit vielen Jahren im Rollstuhl, war lange hauptamtlicher Behindertenbeauftragter des Landkreises und ist das seit vier Jahren ehrenamtlich. Im Stadtrat wurde vor seiner Wahl ausgiebig diskutiert, ob das Referat überhaupt notwendig ist.

    Josef Koppold (CSU) hat das neugebildete Referat für Inklusion, Teilhabe und Barrierefreiheit im Aichacher Stadtrat inne.
    Josef Koppold (CSU) hat das neugebildete Referat für Inklusion, Teilhabe und Barrierefreiheit im Aichacher Stadtrat inne. Foto: Behrus Yazdanfar

    Insgesamt bleibt es bei 16 Referaten: „Gewerbliche Wirtschaft“ und „Stadtmarketing“ werden unter dem neuen Namen „Standortmarketing“ zusammengefasst. Bettina Stief, Fraktionsvorsitzende der Freien Wählergemeinschaft (FWG), fand die Zusammenlegung gut. Sie beantragte aber, das neue Referat zu streichen, um zu sparen. Was die Aufgaben angehe, habe der Landkreis schon vorgesorgt, fand sie. Lothar Bahn (FWG), war der Meinung, das Thema sei im Referat „Soziales, Senioren und Integration“ gut aufgehoben.

    Mehrheit im Aichacher Stadtrat ist für das neue Referat

    Widerspruch kam unter anderem von der SPD-Fraktionsvorsitzenden Nicole Matthes fand das Thema so umfassend, dass man es „nicht irgendwo mit reinquetschen“ könne. Marion Zott, Fraktionssprecherin von Bündnis 90/Die Grünen, betonte: „Es gibt noch einiges für Barrierefreiheit zu tun – nicht nur das Pflaster am Stadtplatz.“ Die Kosten seien gering. Das neue Referat umfasse deutlich mehr Aufgaben als zum Beispiel das Jugendreferat. Das betonte auch Bürgermeister Josef Dußmann.

    Josef Koppold selbst betonte: „Da geht‘s nicht nur um Kanten, Treppen, Stufen.“ Auch leichte Sprache oder automatische Türen gehörten zur Barrierefreiheit. „Es gibt viele Punkte, wo man die Stadt begleiten kann.“ Als ehrenamtlicher Behindertenbeauftrager des Kreises decke er das nicht ab. Auch für die wachsende Zahl älterer Menschen sei Barrierefreiheit wichtig. Die Mehrheit sah es ebenso: Bis auf die fünf FWG-Stadträte stimmten alle gegen die Streichung. Caroline Moser (CSU) fehlte entschuldigt. Die Einteilung der 16 Referate wurde mit 29:1 gegen die Stimme von Bahn beschlossen, Koppold einstimmig zum Referenten gewählt.

    Duman muss sein Referat „Freizeit und Erholung“ abgeben

    Während es für die meisten Referate nur einen Kandidaten gab, waren es für „Freizeit und Erholung“ zwei. Erol Duman (BZA), der das Amt seit sechs Jahren innehatte, betonte, seither habe sich bei den Spielplätzen einiges getan. Er wolle seine Arbeit fortsetzen. Die CSU schlug Andreas Sturm (JU) vor, der auf „gute Ideen aus dem Wahlprogramm“ der JU hinwies, wie Sportgeräte für Erwachsene oder eine Kneippanlage. Abgestimmt wurde in alphabetischer Reihenfolge: bei Duman lautete das Ergebnis 12:18, bei Sturm 26:4. Letzterer war damit gewählt.

    Das ist der neue Aichacher Stadtrat

    Erster Bürgermeister Josef Dußmann, CSU
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    30 Bilder
    Der neugewählte Aichacher Stadtrat hat mit der konstituierenden Sitzung seine Arbeit aufgenommen. 14 der 30 Mitglieder sind neu in dem Gremium. Wir zeigen den kompletten Stadtrat in Bildern:

    Ansonsten führen meist die bisherigen Referenten ihre Arbeit fort, sofern sie noch dem Stadtrat angehören. Der Lehrer Marco Laves (SPD) gab das Sozialreferat an Nicole Matthes (SPD) ab und übernimmt dafür das Schulreferat, das bisher Josef Dußmann innehatte. Neu besetzt ist das Kulturreferat mit Axel Kern (FDP), das Feuerwehrreferat mit Stefan Meitinger (CSU) und das Standortmarketing-Referat mit Unternehmerin Petra Hannak. Sportreferent ist Simon Sponer (CSU), der unter anderem als Fußball-Schiedsrichter bekannt ist, Architektin Caroline Moser ist neue Referentin für Stadtentwicklung und Verkehr. Gewählt wurden die Referenten meist einstimmig. Bei den Referenten der Grünen und der SPD stimmten die drei AfD-Stadträte jeweils dagegen.

    Referate und wie sie besetzt sind

    • Kultur und Heimatpflege, Stadtmuseum: Axel Kern (FDP), bislang Helmut Beck (CSU).
    • Feuerwehr: Stefan Meitinger (CSU), bisher Peter Meitinger (CSU).
    • Kindergärten: Marion Zott (Bündnis 90/Die Grünen), wie bisher.
    • Friedhöfe und Bauhof: Georg Robert Jung (FWG), wie bisher.
    • Standortmarketing: Petra Hannak, bisher Kristina Kolb-Djoka (erst SPD, dann Grüne) als Referentin für Gewerbliche Wirtschaft und Gerhard Bauer (BZA) als Referent für Stadtmarketing.
    • Jugend (Jugendbeauftragter der Stadt): Mario Pettinger (SPD), wie bisher.
    • Freizeit und Erholung (Spielplätze, Anlagen, Stadtbad): Andreas Sturm (JU), bisher Erol Duman (BZA).
    • Umwelt- und Naturschutz: Andreas Hager (Grüne), bisher Michael Zott (Grüne).
    • Landwirtschaft und landwirtschaftliche Grundstücksangelegenheiten: Manfred Huber (FWG), wie bisher.
    • Sport: Simon Sponer (CSU), bisher Raymund Aigner (CSU).
    • Soziales, Senioren und Integration: Nicole Matthes (SPD), bisher Marco Laves (SPD).
    • Schulen und Musikschule: Marco Laves (SPD), bislang Josef Dußmann (CSU).
    • Stadtentwicklung und Verkehr: Caroline Moser (CSU), bislang Hans-Peter Port (CSU).
    • Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung: Lothar Bahn (FWG), wie bisher.
    • Referat für Digitalisierung: Zweiter Bürgermeister Stefan Westermayr (CSU), wie bisher.
    • Referat für Inklusion und Integration: Josef Koppold (CSU), neu.
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