Welches Thema im Landkreis liegt Ihnen besonders am Herzen?
KATRIN MÜLLEGGER-STEIGER: Mir liegt besonders eine nachhaltige und soziale Entwicklung unseres Landkreises am Herzen. Dazu gehören verlässliche Bildungsangebote, der Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen sowie eine starke kommunale Infrastruktur – vom öffentlichen Nahverkehr bis zur medizinischen Versorgung im ländlichen Raum. Als Realschullehrerin erlebe ich täglich, wie wichtig gute Rahmenbedingungen für Chancengleichheit sind. Meine Erfahrung als stellvertretende Landrätin hilft mir, Verantwortung realistisch und lösungsorientiert wahrzunehmen.
Was wäre eine einfache Möglichkeit, das Landratsamt als Behörde bürgernah zu gestalten?
MÜLLEGGER-STEIGER: Eine einfache, aber wirkungsvolle Maßnahme ist ein leicht zugängliches Bürgerbüro mit klaren Zuständigkeiten und kurzen Wegen – sowohl vor Ort als auch digital. Transparente Abläufe, verständliche Sprache und feste Sprechzeiten der Verwaltungsspitze stärken das Vertrauen. Bürgernähe entsteht, wenn Menschen das Gefühl haben, gehört und ernst genommen zu werden.
Was wollen Sie für die Jugend im Landkreis tun?
MÜLLEGGER-STEIGER: Jugendliche brauchen echte Beteiligung, gute Bildungs- und Freizeitangebote sowie Perspektiven vor Ort. Ich setze mich für starke Schulen, eine gute Ausstattung der Jugendarbeit und bezahlbaren Wohnraum ein. Jugendforen und Beteiligungsformate sollen ausgebaut werden, damit junge Menschen ihre Ideen einbringen und unseren Landkreis aktiv mitgestalten können.
Was brauchen die Senioren?
MÜLLEGGER-STEIGER: Seniorinnen und Senioren brauchen Sicherheit, soziale Teilhabe und gute Erreichbarkeit von Angeboten. Dazu zählen barrierefreie Mobilität, wohnortnahe medizinische Versorgung und Unterstützung im Alltag. Genauso wichtig sind Begegnungsorte, die Einsamkeit vorbeugen und den Austausch zwischen den Generationen fördern.
Warum ist es wichtig, wählen zu gehen?
MÜLLEGGER-STEIGER: Wählen zu gehen, ist ein Grundpfeiler unserer Demokratie. Es gibt jeder und jedem die Möglichkeit, mitzubestimmen, in welche Richtung sich unsere Gesellschaft entwickelt. Wer wählt, übernimmt Verantwortung und stärkt die demokratischen Strukturen – gerade auf kommunaler Ebene, wo Entscheidungen den Alltag direkt betreffen.
Wie würden Sie einem fünfjährigen Kind die Aufgaben einer Landrätin erklären?
MÜLLEGGER-STEIGER: Ich würde sagen: Die Landrätin passt darauf auf, dass es im Landkreis für alle gut läuft. Sie hilft dabei, dass Straßen, Schulen und Busse funktionieren und dass sich die Menschen sicher und wohlfühlen. Sie hört zu, wenn es Probleme gibt, und versucht, gute Lösungen zu finden.
Was schätzen Sie an Ihren Konkurrenten?
MÜLLEGGER-STEIGER: Ich schätze an meinen Konkurrenten ihr Engagement für unseren Landkreis und ihre Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Unterschiedliche politische Ansätze gehören zur Demokratie dazu. Wichtig ist mir ein fairer und respektvoller Umgang miteinander – denn am Ende wollen wir alle das Beste für die Menschen in unserem Landkreis.
Protokoll: Dominik Durner
Katrin Müllegger-Steiger
- Alter: 48
- Aufgewachsen in: Rederzhausen
- Familienstand: verheiratet
- Kinder: 3
- Ausbildung und Beruf: Realschullehrerin
- Hobbys: Joggen, Lesen und Städte besichtigen
- Was würden Sie gerne besser können? Geduldig sein
- Ehrenämter: Gemeinderätin, Kreisrätin, Vorstand Grüne Kissing
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