Welches Thema liegt Ihnen in Affing besonders am Herzen?
Die Kommunikation innerhalb unserer Gemeinde mit allen – Bürgern, Verwaltung, Gemeinderat und Bürgermeister – muss verbessert werden. Ich denke hier an Bürgersprechstunden, „offenes Büro“, Heimat-Info-App und bin für weitere Vorschläge offen. Der Austausch soll offen, transparent und zeitnah für umfassende Informationen sorgen. Als Postbote bin ich den direkten Austausch auf der Straße gewohnt. Somit sind mir die Sorgen, Nöte und Wünsche in allen Affinger Ortsteilen bekannt. Dieser Kontakt ist mir besonders wichtig. Des Weiteren liegen mir die Jugend und die Senioren sehr am Herzen (siehe unten).
Die teuren Projekte Kita-Bau in Bergen, Hochbehälter und Grundschulerweiterung laufen oder stehen an: Sind aus Ihrer Sicht neue Vorhaben, etwa eine Erweiterung des Affinger Feuerwehrhauses, machbar? Wenn ja, welche?
Genau diese teuren Projekte werden uns in den nächsten Jahren sehr stark fordern. Derzeit laufen jedoch nicht alle Projekte, wie sie sollen. Besonders die Finanzierung wird eine Herausforderung, sodass nach derzeitiger Finanzlage weitere Investitionen gut durchdacht werden müssen. Da ich damit nicht zufrieden sein kann, müssen Wege zur Finanzierung weiterer Projekte, wie zum Beispiel aus dem Feuerwehrbedarfsplan gefunden werden.
Was wollen Sie für die Jugend in der Gemeinde tun?
Für unsere Jugend gibt es bisher keine Angebote oder Treffpunkte. Eine einfache Lösung ist hier die Öffnung unserer gemeindlichen Räume in den Ortsteilen. Weitere Angebote wie zum Beispiel ein Bewegungspark oder Mehrgenerationenpark, wie wir sie in den vergangenen Jahren, allerdings bis heute ohne Ergebnis, bereits diskutiert haben, sind wünschenswert und wichtig. Das muss wieder aufgenommen werden und kann mit Engagement zum Ergebnis gebracht werden.
Was brauchen die Senioren?
Ebenso wie die Jugendlichen benötigen die Senioren Orte, an denen sie sich treffen können. Deshalb wird eine meiner ersten Handlungen die Wiederöffnung unserer gemeindlichen Räume sein. Damit ist für Jung und Alt ein erster Schritt gemacht. Altersgerechtes Wohnen und Möglichkeiten zur Pflege unserer Senioren müssen geschaffen werden, um die langfristige Lebensqualität in Affing zu steigern.
Warum ist es wichtig, wählen zu gehen?
„Die Wahl ist eine der einfachsten und zugleich mächtigsten Wege, um Politik zu beeinflussen. Wer nicht wählen geht, gibt diesen Hebel aus der Hand“ – leider nicht von mir, das Zitat stammt von Kai Arzheimer.
Wie würden Sie einem Fünfjährigen die Aufgaben eines Bürgermeisters erklären?
Der Bürgermeister kümmert sich um alles, was in deiner Gemeinde zum Leben benötigt wird. Er muss sich um Straßen, Kindergärten, Schulen, Spielplätze und noch viel mehr kümmern und dabei die Wünsche Deiner Eltern berücksichtigen.
Was schätzen Sie an Ihrem Konkurrenten?
Die Zusammenarbeit im Gemeinderat war immer von gegenseitigem Respekt geprägt. Auch wenn wir unterschiedlicher Meinung waren, konnten wir das sachlich diskutieren, ohne die persönliche Beziehung zu belasten.
Carlos Waldmann
- Alter: 56
- Aufgewachsen in: Augsburg, Neu-Kriegshaber
- Familienstand: glücklich verheiratet
- Kinder: zusammen haben wir sieben Kinder
- Ausbildung/Beruf: Abitur, sechs Semester Studium Werkstofftechnik; Gärtner, Postbote, Kleinunternehmer
- Hobbys: Ich bin leidenschaftlicher Motocrosser, sofern die Familie die Zeit lässt
- Was würden Sie gerne besser können? Da fällt mir gar nichts ein …
- Ehrenamt: Gemeinderat, Rechnungsprüfungsausschuss
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