Welches Thema im Landkreis liegt Ihnen besonders am Herzen?
MARC STURM: Es geht in allererster Linie immer um die Menschen, die hier leben. Die Kommunalpolitik muss sich danach ausrichten, für die Menschen vor Ort die bestmöglichen Lebensbedingungen zu schaffen und zu erhalten. Von diesem Oberthema leitet sich alles andere ab: gesunde Wohnverhältnisse, solide Infrastruktur und wohnortnahe Arbeitsplätze, eine bürgerfreundliche Verwaltung und die Förderung des vielfältigen Ehrenamts.
Was wäre eine einfache Möglichkeit, das Landratsamt als Behörde bürgernäher zu gestalten?
STURM: Mir ist vielfach zu Ohren gekommen, dass Mitarbeiter des Landratsamtes bei Kontrollen trotz Anwesenheit des zu Kontrollierenden nicht das persönliche Gespräch suchen, sondern nur Bilder fertigen und anschließend einen schriftlichen Anhörungsbogen mit der Post verschicken. Das ärgert die Betroffenen, vor allem dann, wenn eine (vermeintliche) Beanstandung mit wenigen Worten und vor Ort geklärt werden könnte. Ich glaube, dass in solchen Situationen viel Bürokratie vermieden und etwaige Missstände auch effektiver abgestellt werden könnten.
Was wollen Sie für die Jugend im Landkreis tun?
STURM: Junge Leute können gerade in der Kommunalpolitik die positive Erfahrung machen, dass persönlicher Einsatz positive Veränderungen vor Ort bewirken kann. Ich werde den Dialog mit den jungen Leuten suchen, Gesprächsformate schaffen und ein stets offenes Ohr haben.
Was brauchen die Senioren?
STURM: Ich setze mich dafür ein, dass die ältere Generation wohnortnah eine gute medizinische Versorgung und ausreichend Pflegeplätze, insbesondere auch Kurzzeit- und Verhinderungspflegeplätze, vorfindet. Im Übrigen bin ich der Meinung, dass die Senioren von heute viel länger aktiv und fit sind und damit unter anderem auch unverzichtbare und gefragte Säulen im Ehrenamt sind.
Warum ist es wichtig, wählen zu gehen?
STURM: In der Kommunalpolitik müssen die Aufgaben vor Ort mit Maß und Vernunft für die Menschen im Landkreis gelöst werden. Dazu braucht es weder Gesinnung noch Ideologie. Eine hohe Wahlbeteiligung macht es für radikale oder extreme Parteien schwieriger, großen Einfluss zu gewinnen, weil diese oft von einer besonders treuen, aber kleinen Wählerschaft profitieren.
Wie würden Sie einem Fünfjährigen die Aufgaben eines Landrats erklären?
STURM: Der Landrat sorgt dafür, dass alles gut läuft, was die Menschen hier betrifft: Er kümmert sich darum, dass die Schulbusse fahren und die Schulen gut ausgestattet sind. Aber auch darum, dass es gute Krankenhäuser gibt und den Menschen geholfen wird, wenn jemand krank wird. Und der Landrat verwaltet Steuergeld und muss entscheiden, wofür es sinnvoll ausgegeben wird, zum Beispiel für ein neues Feuerwehrauto oder ein neues Schulhaus.
Was schätzen Sie an Ihren Konkurrenten?
STURM: Ich schätze deren Fleiß und die Bereitschaft, an der Zukunft unseres Landkreises mitzugestalten.
Protokoll: Dominik Durner
Marc Sturm
- Alter: 43
- Aufgewachsen in: Griesbeckerzell
- Familienstand: verheiratet
- Kinder: 4
- Ausbildung und Beruf: Rechtsanwalt
- Hobbys: Radfahren, Schwimmen, Kochen und Reisen (am liebsten nach Italien)
- Was würden Sie gerne besser können? Italienisch
- Ehrenämter: Seit 2008 Stadtrat in Aichach und Mitglied im Bauausschuss, seit 2014 Kreisrat im Landkreis Aichach-Friedberg, aktuell Mitglied im Werkausschuss, Mitglied im Aufsichtsrat der Lebenshilfe Aichach, Helfer in zahlreichen Vereinen
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