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Pfarrei Schiltberg muss sich nach dem Tod von Pater Markus Szymula neu organisieren

Schiltberg

Wie geht es in Schiltberg nach dem Tod von Pfarrer Markus Szymula weiter?

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    Wer hält in der Pfarrkirche Maria Magdalena in Schiltberg (Bild) und in den Nachbarpfarreien die nächsten Gottesdienste? Diese und viele weitere Fragen müssen nach dem Tod von Pater Markus Szymula geklärt werden.
    Wer hält in der Pfarrkirche Maria Magdalena in Schiltberg (Bild) und in den Nachbarpfarreien die nächsten Gottesdienste? Diese und viele weitere Fragen müssen nach dem Tod von Pater Markus Szymula geklärt werden. Foto: Xaver Ostermayr (Archivbild)

    In Schiltberg wird am Dienstag Pater Markus Szymula beerdigt. Er war am Mittwoch im Alter von 66 Jahren gestorben (wir berichteten). Die Pfarrei steht unterdessen vor der Frage, wie es weitergeht – nicht nur in den nächsten Wochen, sondern auch darüber hinaus.

    Im Pfarrbüro haben die Sekretärinnen derzeit alle Hände voll zu tun, die wichtigsten Dinge zu regeln. Auch Dekan Stefan Gast und das Bistum sind eingebunden. Julian Schmidt von der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit und Medien des Bistums sagt: Üblicherweise werde zunächst ein sogenannter Temporalienverwalter eingesetzt. Das sei oft, wenn auch nicht immer, der Dekan. Ein Temporalienverwalter sei vor allem dafür da, finanzielle und wirtschaftliche Angelegenheiten zu regeln. Schmidt nennt folgende Beispiele: „Es sind Leute angestellt, es sind Vermögenswerte da.“

    Schiltberg muss nach Tod von Pater Markus Szymula Aushilfen für Gottesdienste finden

    Bei pastoralen Fragen müssten sich Pfarreien in den ersten Wochen meist mit Ruhestandsgeistlichen oder Pfarrern aus Nachbargemeinden beziehungsweise aus Augsburg als Gottesdienst-Vertretern behelfen. Der Schwerpunkt liege darauf, die Sonntagsgottesdienste beibehalten zu können.

    Bereits in den vergangenen Wochen, als Szymula erneut schwer krank war, war Dekan Stefan Gast aus Inchenhofen mehrfach in Schiltberg. Über Pater Markus Szymula sagt er: „Die Erstkommunion wollte er unbedingt noch mitfeiern.“ Gast zelebrierte den Gottesdienst, der Schiltberger Pfarrer konzelebrierte und reichte den Kindern die erste Kommunion. Auch bei einer Beerdigung und bei der Vorabendmesse am Pfingstsamstag sprang Gast in Schiltberg ein. Der Dekan war nach eigener Aussage selbst von der Nachricht von der schweren Erkrankung Szymulas überrascht. Einen Tag, nachdem dieser ins Krankenhaus gekommen sei, habe er ihn besucht.

    Dekan Stefan Gast half in den vergangenen Wochen mehrfach in Schiltberg aus

    Ein Gespräch mit dem Generalvikar stand am Freitagmittag noch aus. Doch für den Dekan ist klar: „Es muss bald geklärt werden, wie es weitergeht. Eine Dauerlösung ist das so nicht.“

    Bistumssprecher Schmidt sagt: „Es wird schon eine längere Zeit dauern, bis es eine Nachfolgeregelung gibt.“ Oft wird versucht, offene Pfarrstellen bis Anfang September neu zu besetzen. Schmidt gibt zu bedenken: „Wir haben aber schon Juni.“

    Wird Schiltberg künftig Teil einer Pfarreiengemeinschaft?

    Möglicherweise sind nicht „nur“ personelle Fragen zu klären. Schiltberg mit den Nachbarpfarreien Aufhausen, Ruppertszell und Randelsried – wobei letztere politisch zum Markt Altomünster im Landkreis Dachau gehört – ist eine von nur noch einer Handvoll eigenständigen Pfarreien im nördlichen Teil des Wittelsbacher Landes, die nicht einer Pfarreiengemeinschaft angehören.

    Im Juli 2012 hatte Bischof Konrad Zdarsa die pastorale Raumplanung für die Diözese Augsburg in Kraft gesetzt. Im Zuge dessen plante die Diözese nach damaligen Aussagen von Pater Markus Szymula ursprünglich, die drei Schiltberger Pfarreien mit Hilgertshausen-Tandern zusammenzulegen; das aber habe „für Empörung“ gesorgt. Später kam die Überlegung auf, dass nur Randelsried wechseln und Schiltberg mit Kühbach zusammengehen soll. Schiltberg und Kühbach sind politisch in einer Verwaltungsgemeinschaft verbunden.

    Demnächst steht für zahlreiche Jugendliche aus Schiltberg die Firmung an

    Allein die Einrichtung einer Pfarreiengemeinschaft sei ein starker Einschnitt, so Szymula damals. Welche Folgen die Auflösung jahrhundertealter Pfarreien hätte, wollte er sich nicht vorstellen. Er fragte: Wer kümmert sich dann um Kirchen und kirchliches Leben in den kleinen Orten?

    Ob es in Schiltberg so kommt, ist derzeit aber völlig offen. Zunächst müssen Aushilfen für die weiteren Gottesdienste gefunden werden. Außerdem ist bald Firmung. Vor allem aber steht für die Pfarrei eines im Mittelpunkt: Abschied zu nehmen von einem Geistlichen, der sie nicht nur fast 27 Jahre lang geprägt hat, sondern hier zu Hause war.

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