Welches Thema im Landkreis liegt Ihnen besonders am Herzen?
SIMON KUCHLBAUER: Für mich ist der Erhalt der beiden Klinikstandorte in Aichach und Friedberg besonders wichtig. Hier muss alles getan werden, damit die Notfallversorgung, aber auch eine vollumfängliche Krankenhausversorgung bestehen bleiben. Zwar ist die Bundes- und Landespolitik für die schlechten Rahmenbedingungen verantwortlich, aber mit kreativen Ideen werden wir es hoffentlich schaffen, beide Krankenhäuser für die Bevölkerung zu erhalten.
Was wäre eine einfache Möglichkeit, das Landratsamt als Behörde bürgernäher zu gestalten?
KUCHLBAUER: Eine relativ einfache Möglichkeit wäre es, die Öffnungszeiten zu verlängern. Neben einer Online-Termin-Vergabe sollte es weiterhin möglich sein, spontan und ohne Anmeldung vorzusprechen.
Was wollen Sie für die Jugend im Landkreis tun?
KUCHLBAUER: Ganz wichtig wird die beständige Sanierung der Schulen sein. Ich halte es darüber hinaus für sinnvoll, den Schülern der weiterführenden Schulen die Schulwahl zu erleichtern. Leider entstehen bei freier Schulwahl für den Landkreis höhere Kosten, weil die Landesgesetzgebung hier sehr restriktiv ist. Aus meiner Sicht ist es aber wichtig, dass Schüler und Eltern die für sie beste Schule auswählen können – sei es wegen der besseren Schulbusverbindung oder weil das Angebot an einer bestimmten Schule einfach besser zum Schüler passt.
Was brauchen die Senioren?
KUCHLBAUER: Die Senioren brauchen endlich mehr Plätze in der Kurzzeitpflege und auch mehr Angebote für die Tagespflege. So werden Familien entlastet und Senioren können länger in der gewohnten Umgebung leben.
Warum ist es wichtig, wählen zu gehen?
KUCHLBAUER: Bevor ich mich 2013 entschied, mich in der AfD zu engagieren, hatte ich auch zunehmend Schwierigkeiten, eine Wahlentscheidung zu treffen. Wer nicht wählen geht, überlässt seinen Einfluss anderen Kräften und ist letztlich dafür verantwortlich, wenn die Dinge weiterhin so schlecht laufen wie bisher. Daher ist es so wichtig, zu wählen und sich auch selbst politisch zu engagieren.
Wie würden Sie einem Fünfjährigen die Aufgaben eines Landrats erklären?
KUCHLBAUER: Der Landrat sorgt dafür, dass die Mitarbeiter im Landratsamt gut und gerne für die Bürger im Landkreis arbeiten. Er kümmert sich darum, dass die Menschen im Landkreis eine gute Verwaltung haben, sie im Katastrophenfall bestmöglich geschützt und versorgt werden. Er spricht mit allen Menschen, nimmt ihre Anliegen und Sorgen ernst und strengt sich an, damit ihnen geholfen wird. Darüber hinaus sorgt er dafür, dass das Geld nicht zum Fenster hinausgeworfen wird und das Leben im Landkreis auch in den nächsten Jahrzehnten lebenswert bleibt.
Was schätzen Sie an Ihren Konkurrenten?
KUCHLBAUER: An Frau Müllegger-Steiger schätze ich ihre Berufserfahrung als Lehrkraft, an Herrn Habermann schätze ich seine mehr als 30-jährige Verwaltungserfahrung, an Herrn Tomaschko sein gutes Namensgedächtnis und an Herrn Sturm seine verschmitzte Art.
Protokoll: Dominik Durner
Simon Kuchlbauer
- Alter: 49
- Aufgewachsen in: Ainring im Berchtesgadener Land
- Familienstand: ledig
- Kinder: keine
- Ausbildung und Beruf: Studium der Geschichte und Philosophie, derzeit arbeite ich als politischer Berater in der AfD-Landtagsfraktion
- Hobbys: Wandern, Radfahren, Bergsteigen, Lesen und Politik
- Was würden Sie gerne besser können? Wenn ich etwas sehe, was aus meiner Sicht ungerecht ist oder verändert werden muss, bin ich sehr schnell zur Stelle, überlege mir Lösungen und packe mit an. Manchmal passiert es da schnell, dass man zu viel Verantwortung übernimmt.
- Ehrenämter: Kreisrat, Sprecher im Landesfachausschuss für Bildung und Kultur der AfD in Bayern
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