Seit Juli 2025 ist klar: Nach zwei Amtszeiten tritt der Landrat des Landkreises Aichach-Friedberg, Klaus Metzger, nicht mehr an. „Das Amt des Landrats braucht 100 Prozent – eigentlich 110 Prozent“, sagte Metzger damals. Diese 110 Prozent könne er nicht weitere sechs Jahre lang so leisten. Mit der Kommunalwahl am 8. März 2026 räumt der 62-Jährige seinen Posten, die Karten werden neu gemischt. Doch welche Kandidatinnen und Kandidaten wollen bei der Kommunalwahl 2026 sein Nachfolger als Landrat im Landkreis Aichach-Friedberg werden?
Kommunalwahl 2026 im Kreis Aichach-Friedberg: Die Landratskandidaten im Überblick
Peter Tomaschko, CSU
Politische Erfahrung bringt Peter Tomaschko zuhauf mit. Seit 2013 ist der Kreisvorsitzende der CSU Aichach-Friedberg bayerischer Landtagsabgeordneter. Nun will der 52-jährige Merchinger seinen Parteikollegen Klaus Metzger als Landrat beerben. Zu seinen Themen zählen Bürokratieabbau samt effizienter und bürgernaher Verwaltung: Tomaschko strebt eine Serviceoffensive mit digitaler Terminvereinbarung und bessere Erreichbarkeit von Behörden an, außerdem will er durch einen vereinfachten Verwaltungsbereich Ressourcen einsparen.
Mehr Infos zu Peter Tomaschko finden Sie auch in unserem Porträt.
Klaus Habermann, SPD
Über reichlich politische Erfahrung verfügt auch der Landratskandidat der SPD für die Kommunalwahl 2026: Nach 30 Jahren als Aichacher Bürgermeister hört Klaus Habermann als solcher auf und kandidiert nun als Nachfolger von Klaus Metzger. Der 20 Millionen schwere Erweiterungsbau des Landratsamtes Aichach-Friedberg spielte eine zentrale Rolle bei der Entscheidung, erklärte Habermann, weil viele Kommunen jeden Euro umdrehen müssten. Außerdem liegt seiner Meinung nach in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Internet und Windkraft Potenzial.
Mehr Infos zu Klaus Habermann finden Sie auch in unserem Porträt.
CSU, SPD, Grüne, Freie Wähler und AfD stellen Kandidaten zur Landratswahl 2026 in Aichach-Friedberg
Katrin Müllegger-Steiger, Grüne
Kreisrätin ist sie seit 2002, seit 2020 auch stellvertretende Landrätin – nun soll der Aufstieg zur Landrätin folgen: Katrin Müllegger-Steiger Landratskandidatin für die Grünen. Die 48-jährige Kissingerin ist Realschullehrerin und hat zwei Schwerpunkte: Frauen für die Politik zu gewinnen, um ihren Blick für soziale Gerechtigkeit oder pragmatische Lösungen im Alltag in Kommunalparlamente einbringen zu können. Der zweite Punkt ist das Thema Nachhaltigkeit: Müllegger-Steiger will die Region etwa unabhängiger von fossilen Brennstoffen sehen.
Mehr Infos zu Katrin Müllegger-Steiger finden Sie auch in unserem Porträt.
Marc Sturm, Freie Wähler
Der Kreisvorsitzende der Freien Wähler ist auch Kandidat für die Landratswahl im März: Marc Sturm kann auf Erfahrung aus 18 Jahren als Stadt- und aus 12 Jahren als Kreisrat zurückgreifen. Der 43-jährige Rechtsanwalt aus Griesbeckerzell will die Kreisbehörde und -politik bürgernäher gestalten, indem er vor Ort und von Angesicht zu Angesicht das Gespräch sucht. Sturm will zudem die beiden Krankenhausstandorte stärken und die Finanzen des Landkreises konsolidieren: Sobald die bereits angestoßenen Projekte wie die energetische Sanierung des Landratsamtes abgeschlossen sind, brauche es einen Kassensturz.
Mehr Infos zu Marc Sturm finden Sie auch in unserem Porträt.
Simon Kuchlbauer, AfD
Ebenfalls Kreistagserfahrung hat auch der Landatskandidat der AfD, Simon Kuchlbauer. Der 48-jährige promovierte Historiker aus Mering ist bereits Kreisrat und will die Finanzen des Landkreises stabilisieren. Außerdem will der politische Berater der AfD im Bayerischen Landtag, die vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuft wird, die beiden Krankenhausstandorte im Landkreis erhalten sowie mehr Transparenz und Bürgerbeteiligung fördern. Kuchlbauer gilt als vernetzt mit der rechtsextremen „Identitären Bewegung“ und besuchte unter anderem 2024 deren Versammlung in Dasing mit dem Neofaschisten Martin Sellner.
Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.
AnmeldenSie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren