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Padel-Tennis bringt neue Sportart und Mitgliederpotenzial zum BC Aichach

Aichach

Der BC Aichach will mit Padel-Tennis neue Mitglieder gewinnen

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    Der BC Aichach will das Angebot auf seinem Gelände erweitern. Tobias Kratzenberger (links) und Markus Kastner stehen auf dem Platz, der künftig für Padel-Tennis genutzt werden soll.
    Der BC Aichach will das Angebot auf seinem Gelände erweitern. Tobias Kratzenberger (links) und Markus Kastner stehen auf dem Platz, der künftig für Padel-Tennis genutzt werden soll. Foto: Johann Eibl

    Ende August 2025 feierte der BC Aichach die Eröffnung des Campus an den Paarplätzen. Bei dieser Gelegenheit deutete Reiner Kappler an, dass der Verein künftig weitere Investitionen plane. Näher ging der Vorsitzende auf diese Andeutung damals nicht ein. Heute gibt es konkretere Angaben dazu. Am Gelände neben der Anlage an der Schrobenhausener Straße sind zwei Maßnahmen vorgesehen, die wohl bereits im September verwirklicht werden können. Dabei soll auch eine neue Trendsportart angeboten werden.

    Der neue Campus des BC Aichach ist eröffnet

    Bei den Paarplätzen des Aichacher Ball-Clubs ist ein modernes Sportheim entstanden. Wir zeigen die schönsten Bilder von der Eröffnung und vom Gebäude selbst.
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    Bei den Paarplätzen des Aichacher Ball-Clubs ist ein modernes Sportheim entstanden. Wir zeigen die schönsten Bilder von der Eröffnung und vom Gebäude selbst.

    Wer neben der Gaststätte den Haupteingang nutzt, der sieht auf der rechten Seite die Plätze für die Stockschützen. „Der Boden ist nicht mehr zeitgemäß“, stellt Tobias Kratzenberger fest, der stellvertretende Vorsitzende. Also will man im September vier Bahnen mit einem Pflaster überziehen. Die Arbeiten werden an eine Fachfirma übertragen, die damit wohl in wenigen Tagen fertig sein wird. Die „Stockis“, wie man diese Sportler nennt, haben zwei Mannschaften im Einsatz. Nun machen auch Frauen mit.

    Auf der linken Seite sehen die Pläne anders aus. Hier wird künftig Padel-Tennis gespielt, wohl ebenfalls bereits in diesem Herbst. Wie der Name schon sagt, handelt es sich dabei um eine Art Tennis, bei der das Spielfeld von Wänden begrenzt wird. Der Ball darf auch über die Wände gespielt werden, ähnlich wie beim Squash. In Spanien und anderen Ländern ist Padel-Tennis bereits sehr beliebt, die Begeisterung scheint nun auch nach Deutschland rüberzuschwappen.

    Padel könnte eventuell eine neue Abteilung beim BC Aichach werden

    Die ersten Reaktionen etwa auf Instagram deuten darauf hin, dass der BC Aichach damit durchaus auf Zuspruch stoßen wird. Das ist auch der Zweck dieses Vorhabens, mal will neue Interessenten, neue Mitglieder gewinnen, die dann sogar eine vierte Abteilung nach Fußball, Stockschießen und Schach in diesem Verein bilden könnten. Insgesamt könnte man hier drei Spielflächen errichten, wobei erst einmal die Entwicklung abzuwarten ist. Vielleicht kommt es später zu einer richtigen Mannschaft.

    Der Bayerische Tennisverband (BTV) unterstützt diesen Trend. Er schreibt: „Der BTV unterstreicht das große Potenzial von Padel als nachhaltige Angebotserweiterung für Tennisvereine. Der DTB und seine Landesverbände haben sich das Ziel gesetzt, Padel bestmöglich in ihren Vereinen zu entwickeln.“ Gespielt werden kann mit einem Zweierteam gegen ein anderes Duo in einer Art Glaskäfig täglich bis 22 Uhr, bei Bedarf unter LED-Flutlicht. Nur Regen wäre eine echte Spaßbremse.

    Nun befindet man sich noch auf der Suche nach Sponsoren. „Wir sind guten Mutes, dass wir das hinkriegen“, sagt Kratzenberger. Er betont auf die Frage nach der Finanzierung: „Wir werden kein Fremddarlehen aufnehmen. Wir freuen uns echt darauf.“ Selbst im fortgeschrittenen Alter könne man sich auf diese Weise betätigen. Vorgesehen ist am Rand zur Straße hin ein Gebäude, in dem man beispielsweise Schläger lagern kann. Außerdem ist ein Getränkeautomat angedacht, ebenso eine Sitzgelegenheit.

    Der BCA hofft darauf, dass bis zum Juni die Fragen der Förderung beantwortet sein werden. In beiden Vorhaben stehen Kosten von rund 40.000 Euro zur Debatte. Markus Kastner, der Abteilungsleiter Fußball, äußerte sich bei der Präsentation der Überlegungen auch zu seinem „Kerngeschäft“, zu den Fußballern, die mit der Bezirksliga liebäugeln, was dem Verein ein verbessertes Image bescheren könnte: „Wir wollen aufsteigen, aber wir müssen nicht.“ Und wie sieht er die neuen Aktivitäten neben dem Sportheim? „Wir haben drunten 150 Kinder“, rechnet Kastner vor. „Nun wollen wir den 300 Eltern oben auch was bieten.“

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