Erst Ende April brannte es bei Derching und Ottmaring, derzeit herrscht erneut eine hohe Waldbrandgefahr: Bis einschließlich Samstag gilt laut Deutschem Wetterdienst (DWD) im Landkreis Aichach-Friedberg die Gefahrenstufe 4, und somit die zweithöchste Warnstufe. Was sollten Waldbesucherinnen und -besucher nun tun – und was besser lassen?
Auch Ende April galt die Gefahrenstufe 4, Anfang Mai vermeldete der DWD sogar die höchste Warnstufe. Der Grund für die erneut hohe Waldbrandgefahr liegt laut DWD-Meteorologin Elisabeth Brunnbauer in der „anhaltenden Trockenheit“, vor einem Monat wie heute. In Kombination mit den sommerlichen Temperaturen sei der Index bereits seit Mitte vergangener Woche gestiegen: „Die Eisheiligen hatten auf diesen Anstieg keine Auswirkungen.“
Derzeit gilt für den Landkreis Aichach-Friedberg die zweithöchste Waldbrandgefahrenstufe 4
Ende April brannte es erst nahe dem Trimm-dich-Pfad zwischen Ottmaring und Bachern, dann in einem Waldstück bei Derching nahe dem Solarpark an der Autobahn. Beide Feuer konnten schnell eingedämmt werden. Allerdings sorgten im Derchinger Fall Verwehungen für mehrere Glutnester, was die Nachlöscharbeiten erschwerte.
Wie das Landratsamt Aichach-Friedberg bereits Ende April vermeldete, herrscht seit dem 1. März noch bis 31. Oktober ein striktes Rauchverbot im Wald. Generell sollen Zigaretten nicht achtlos aus dem Auto geworfen oder Feuer in und am Wald entzündet werden. Das gilt auch explizit für Grillfeuer, die nur an ausgewiesenen Grillplätzen erlaubt sind.
Rauchen, Grillen und Co.: Was ist verboten, was erlaubt, wenn Waldbrandgefahr herrscht?
Ein weiterer Hinweis der Behörde: Fahrzeuge keinesfalls auf leicht entzündbarem Untergrund parken, beispielsweise Gras oder altes Laub. Weil von heiß gelaufenen Katalysatoren Gefahr ausgeht, dürfen Autos, Krafträder und landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge nicht auf Wiesen und Waldwegen abgestellt werden. Außerdem soll jeglicher Müll vermieden werden: „Jede weggeworfene Glasflasche, Folie, Feuerzeug oder Dose mit chemischen Abfällen kann zu einem Brandherd werden.“
Auf Nachfrage teilt das Landratsamt mit, dass die Lage sich wohl auch in den kommenden Tagen nicht verbessern werde: „Aus der Luft wird die Situation in den großräumigen Waldgebieten laut Regierung von Schwaben aktuell beobachtet.“ Laut DWD gilt Gefahrenstufe 4 bis einschließlich Samstag, zum Sonntag sinkt der Index auf die mittlere Warnstufe 3. Weil danach Niederschläge sowie vereinzelte Gewitter prognostiziert sind, erreicht die Waldbrandgefahr schließlich zum Montag wieder die niedrigste Stufe 1.
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