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Bei den Bürgerversammlungen in Dießen gibt es eine Quiz-Einlage

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Bei den Bürgerversammlungen in Dießen gibt es eine Quiz-Einlage

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    Auch in Dettenschwang lockerte Bürgermeisterin Sandra Perzul die Bürgerversammlung mit einem Quiz auf, bei dem Eintrittskarten für den Auftritt von Kabarettistin Luise Kinseher Ende Juli in Dießen zu gewinnen waren.
    Auch in Dettenschwang lockerte Bürgermeisterin Sandra Perzul die Bürgerversammlung mit einem Quiz auf, bei dem Eintrittskarten für den Auftritt von Kabarettistin Luise Kinseher Ende Juli in Dießen zu gewinnen waren. Foto: Gerald Modlinger

    Für alle ein Freigetränk und für zwei Personen jeweils eine Eintrittskarte für den Auftritt der Kabarettistin Luise Kinseher bei der 700-Jahr-Feier am 30. Juli in Dießen: Bei der Bürgerversammlung im Sportheim in Dettenschwang gab es für die rund 30 Besucher nicht nur Informationen aus dem Rathaus.

    Die Eintrittskarten sind gleichsam ein „Running Gag“ zum 700. Marktjubiläum in Dießen und gehen auf eine Idee der Dritten Bürgermeisterin Anna Brink zurück: Wer auf den fünf Bürgerversammlungen spontan eine Frage zur Ortshistorie beantworten kann, darf sich über einen Eintrittskartengewinn freuen. Und so ganz leicht war es nicht, die von Bürgermeisterin Sandra Perzul gestellten Fragen zu beantworten. Wer hat die Dettenschwanger Pfarrkirche 1516 errichtet? Es war das Kloster Wessobrunn, das damals Dettenschwang als sogenannte inkorporierte Pfarrei seelsorgerisch versorgte. Und wann wurde Dettenschwang nach Dießen eingemeindet? Am 1. Januar 1972, aber die Bürgermeisterin ließ als Antwort auch allein das Jahr gelten.

    Das Freigetränk gab es freilich nur in Dettenschwang: als Entschädigung dafür, dass die Bürgerversammlung mit 20-minütiger Verspätung begann. Der Verwaltungsmitarbeiter, der die Präsentation der Bürgermeisterin im Gepäck hatte, ging irrtümlich davon aus, dass die Versammlung wie tags zuvor in Dettenhofen erst um 20 Uhr beginnt. Der spätere Beginn ist jedoch ein Dettenhofener Privileg, um den Landwirten nach der Stallarbeit den Besuch der Versammlung zu ermöglichen.

    Mehrzweckhalle, Naturstrand, Kunstanstalt und Schule

    Bürgermeisterin Perzul berichtete über die aktuellen Themen aus dem Rathaus: So sind in die Sanierung der Mehrzweckhalle inzwischen rund 500.000 Euro geflossen, um Brandschutz, Sanitäranlagen und Beleuchtung auf Stand zu bringen. Ähnliche Erfordernisse gibt es auch für die Carl-Orff-Schule, die noch dazu auch mit Blick auf die künftigen Betreuungspflichten erweitert werden muss. Fertiggestellt ist der sogenannte „Naturstrand“ in St. Alban, wenngleich es länger dauerte als gedacht, um die auch für Hunde zugängliche Badestelle zu schaffen: Zunächst musste belastetes Bodenmaterial abgefahren werden, „aber der Sommer 2024 für Baggerarbeiten zu nass und das Frühjahr 2025 zu trocken, sodass das Gras nicht angewachsen ist“, berichtete die Bürgermeisterin.

    Zum beabsichtigten Wohnungsbau bei „Drei Rosen“ kündigte Perzul an, eine Planung und geschätzte Kosten würden dem Gemeinderat im Juli vorgestellt. Zur ehemaligen Kunstanstalt hielt sie fest, dass nach der „Ideenwerkstatt“ eine finanzielle Analyse vorbereitet werde.

    Wie soll es Dießen mit dem Bauturbo halten?

    Auf den Bericht der Bürgermeisterin folgten vier Wortmeldungen: Ein Hausbesitzer mahnte eine Verbesserung der Internetversorgung an. Die Bürgermeisterin erklärte dazu, dass erneut geprüft werde, ob der Markt Dießen eine 90-prozentige staatliche Förderung erhalten könnte, um Glasfaser zu bislang rund 2500 unversorgten Haushalten zu legen. In der Vergangenheit habe Dießen die Fördervoraussetzungen nicht erfüllt. Kosten würde ein solcher Ausbau wohl rund 16 Millionen Euro.

    Ein Fragesteller erkundigte sich, wie es der Markt Dießen mit dem „Bauturbo“ hält, der Bauen erleichtern und flexibilisieren soll. Die Bürgermeisterin verwies auf einen im Juli stattfindenden Workshop des Gemeinderats. Man müsse bei der Anwendung darauf achten, keine Präzedenzfälle zu schaffen, sondern gleiche Bedingungen für alle. Sie sah auch eine Gefahr der Zersiedelung.

    Außerdem wurde die Bürgermeisterin darauf hingewiesen, dass sich die Anschlagtafel und die Bushaltestelle auf privatem Grund befinden, der verkauft werden soll. Die Gemeinde sollte - auch mit Blick auf den dortigen Maibaum - versuchen, einen Teil der zum Verkauf stehenden Fläche zu erwerben.

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