Die Keramikkünstler Philsoo Heo hat mit seiner Arbeit „Kampf der Müdigkeit“ den diesjährigen „Förderpreis junge Keramik“ des Dießener Töpfermarktes gewonnen. Die mit 2500 Euro dotierte Auszeichnung wurde von Marktleiter Wolfgang Lösche und Dießens Bürgermeisterin Sandra Perzul im Kulturforum „Blaues Haus“ vergeben. Gestiftet wurde der Preis von der Keramikbedarf-Firma Andrea Wolbring aus Anzing.
„Es ist ein Stück von außerordentlicher Strahlkraft, das eine hohe Auseinandersetzung mit Keramik widerspiegelt. Es spiegelt sich in dieser Arbeit auch der Lebensweg eines jungen Menschen wider, der schon eine ganze Strecke hinter sich hat, weil er 2018 mit seiner Erstausbildung begonnen hat. Dann ist er auf Wanderschaft gegangen und hat an verschiedenen Orten gelebt und gearbeitet und sich weitergebildet. Er hat begonnen in Südkorea und er hat weitergemacht in Deutschland, in Höhr-Grenzhausen am Institut für Keramik und Glas und er hat weitergemacht in Halle an der Saale und wurde Meisterschüler von Prof. Martin Neubert“, erläuterte Marktleiter Wolfgang Lösche die Entscheidung der Jury.
Die Arbeiten von Philsoo Heo muten bisweilen geheimnisvoll an
Der 1993 geborene Philsoo Heo stammt aus Südkorea, er lebt und arbeitet in Essen. Für seine außergewöhnlichen, teils „geheimnisvollen“ Keramikarbeiten wurde er unter anderem mit dem Siegburger Keramikpreis, Apolline-Preis, Frechener Keramikpreis und Richard-Bampi-Preis in Meißen ausgezeichnet. Seine Arbeiten waren in zahlreichen Museen und Galerien zu sehen, so in Leipzig, Siegburg, Mainz, Meißen, Höhr-Grenzhausen und München sowie in Frankreich, Portugal, Belgien, in den Niederlanden, Thailand und in Südkorea. Seine Werke sind in den Sammlungen des Grassi Museums für Angewandte Kunst in Leipzig und dem Meissen Porzellan Museum zu finden, wie es in einer Mitteilung heißt.
In der Jury saßen der Dießener Keramikkünstler Christoph Möller, der Keramikkünstler und Passauer Dozent Hans Fischer aus Passau sowie Dr. Nele van Wieringen, Leiterin des Keramikmuseums Westerwald in Höhr-Grenzhausen.
Der Dießener Töpfermarkt würdigt bereits zum zweiten Mal junge Keramikerinnen und Keramiker und ihr Schaffen. Der Förderpreis richtet sich an Nachwuchskeramikerinnen und -keramiker bis zu einem Alter von 35 Jahren. Der Preis richtet sich an die Keramiksparten Gefäß, Objekt und keramische Skulptur.
38 Keramikerinnen und Keramiker reichten Arbeiten für den Nachwuchspreis ein
Um den Förderpreis junge Keramik hatten sich in diesem Jahr rund 38 Keramiker und Keramikerinnen unter anderem aus Frankreich, Spanien, England, Rumänien, der Schweiz und der Tschechischen Republik beworben. Die Wettbewerbsarbeiten sind während des Töpfermarktes im Kulturforum „Blaues Haus“ zu sehen. (AZ)
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