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Tipps zur Schifffahrt auf dem Ammersee 2026: Anlegestellen, Preise, Tickets

Ammersee

Bootstour gefällig? Alles, was Sie zum Thema Schifffahrt auf dem Ammersee wissen müssen

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    Die Dampfschiffe am Ammersee erfreuen sich Saison um Saison an großer Beliebtheit.
    Die Dampfschiffe am Ammersee erfreuen sich Saison um Saison an großer Beliebtheit. Foto: Stefan Puchner, dpa (Symbolbild)

    Eine einfache, aber auch besondere Art, den Ammersee zu erkunden, ist mit dem Schiff. Die Schifffahrt am Ammersee zählt laut der bayerischen Seenschifffahrt die zweitmeisten Besucher in Bayern nach dem Königssee. Mit dem Schiff hat man den See schnell überquert, kann von einem malerischen Ort am Ufer zum nächsten übersetzen und dort Sehenswürdigkeiten, Restaurants, Cafés oder die Badestrände erkunden. Man kann aber auch verschiedene Rundtouren oder besondere Erlebnisfahrten buchen. In unserem Überblick finden Sie alle Informationen zu Anlegestellen, Preisen, den einzelnen Schiffen und sogar etwas zur Geschichte der Schifffahrt am Ammersee.

    Saison 2026 und Anlegestellen der Ammersee-Schifffahrt

    Sofern das Wetter passt, geht die jährliche Schifffahrtssaison „von O bis O“, also von Ostern bis in den Oktober. Die Hauptsaison, während der die Schiffe am geschäftigsten in Betrieb sind, geht dieses Jahr vom 13. Juni bis zum 23. August. Entlang des Ammerseeufers gibt es neun Anlegestellen, der „Heimathafen“ der Schiffe liegt in Stegen im Norden des Sees. Hier sind alle Anlegestellen im Überblick:

    • Stegen: Landsberger Str. 81 , 82266 Inning/Stegen
    • Herrsching: Seestraße 58, 82211 Herrsching
    • Dießen: Bahnhofstraße 15, 86911 Dießen
    • Utting: Bahnhofsplatz, 86919 Utting
    • Schondorf: Seestraße, 86938 Schondorf
    • Holzhausen: Am Dampfersteg, 86919 Utting
    • Riederau: 86911 Riederau/Dießen
    • Buch: Dampfersteg, 82266 Inning/Buch
    • Breitbrunn: Seeuferstraße, 82211 Herrsching/Breitbrunn

    Die offizielle Website der Schifffahrt Ammersee bietet ein Online-Tool, mit dem man sich den gewünschten Fahrplan für die jeweilige Anlegestelle jederzeit ausgeben lassen kann.

    Routen und Preise der Schifffahrt am Ammersee

    Ob man nur eine Einzelstrecke von einer Anlegestelle zur nächsten fahren will, oder eine ganze Rundtour um den See machen möchte – die Schiffe kann man als reines Transportmittel, aber eben auch zum Erkunden verwenden. Für Rundtour-Begeisterte gibt es drei Optionen: Die große Rundfahrt, die südliche und die nördliche Rundfahrt.

    Die große Rundfahrt fährt die Anlegestellen Herrsching, Dießen, Riederau, Holzhausen, Utting, Schondorf, Stegen, Buch und Breitbrunn an und kostet regulär 27 Euro und für Kinder (6 bis 17 Jahre) 13,50 Euro. Zeittechnisch sollte man sich für die große Tour circa drei Stunden und dreißig Minuten einplanen.

    Die Südliche Rundfahrt ist mit circa einer Stunde und fünfzehn Minuten deutlich kürzer und fährt in dieser Zeit die Stege in Herrsching, Riederau und Dießen an. Erwachsene zahlen hierfür 16,20 Euro und Kinder mit 8,10 Euro den halben Preis.

    Die Nördliche Rundfahrt fährt die Stege in Herrsching, Holzhausen, Utting, Schondorf, Stegen, Buch und Breitbrunn an und dauert rund zwei Stunden und fünfzehn Minuten. Für dieses Ticket muss man als Erwachsener 21,90 Euro zahlen, Kinder und Jugendliche zahlen 11 Euro.

    Wenn Sie zum Fahrradfahren an den Ammersee kommen, bieten sich die Schiffe auch als Fortbewegungsmittel an, für die Fahrradmitnahme zahlt man 3,50 Euro. Wenn man einen Badeausflug oder eine Wanderung mit dem Hund macht, darf dieser auch mit an Bord des Schiffs, für den Vierbeiner zahlt man ebenfalls 3,50 Euro pro Fahrt, egal, wie lange man an Bord bleibt.

    Die genauen Einzelstreckenpreise und weitere Ticketmodelle finden Sie auf der Website der Seenschifffahrt. Dort können Sie auch direkt ein Ticket kaufen. Die Option, ein Ticket vor Ort am Anlegesteg zu erwerben, besteht aber auch.

    Die Schiffe vom Ammersee

    Die Flotte der Ammerseeschifffahrt zählt vier Schiffe, zwei „Raddampfer“ und zwei neue Modelle. Alle haben in ihrem Erscheinungsbild und ihrer Inneneinrichtung einen altmodisch-nostalgischen Flair.

    • „Raddampfer“ Herrsching

    Dieses Schiff bietet 150 Sitzplätze an Tischen im Innenbereich, aufgeteilt auf zwei Salons. An Bord aller Schiffe gibt es Toiletten und Wickeltische, außerdem hat die Herrsching einen Kinderspielbereich. Bei schönem Wetter kann man sich auch an einen der 100 Sitzplätze im Freibereich des Schiffs setzen und sich von der Schiffsgastronomie bedienen lassen.

    • „Raddampfer“ Diessen

    Das ist die alte Dame der Flotte. Das Schiff wurde 1908 gebaut und zwischen 2005 und 2006 generalsaniert. Im Innenraum gibt es 135 Sitzplätze, auf dem überdachten Sonnendeck finden sich weitere 100 Sitzplätze. Außerdem gibt es an Bord eine Küche und eine Bar. Es findet sich auch eine Tanzfläche sowie ein Erlebnisbereich für Kinder.

    Hier geht es an Bord eins der vier Schiffe der Ammersee-Flotte.
    Hier geht es an Bord eins der vier Schiffe der Ammersee-Flotte. Foto: Stefan Puchner, dpa (Symbolbild)
    • MS Utting

    Die MS Utting ist ein modernes, seit 2017 im Dienst der Ammerseefahrt aktives Schiff, das aber optisch an die Bauart der 1930er-Jahre erinnern soll. Es gibt einen großen Salon mit 130 Sitzplätzen an Tischen, eine Kinder-Rutsche, eine Bordküche und einen Aufzug.

    • MS Augsburg

    Die MS Augsburg hat einen großen Salon mit 100 Sitzplätzen und eignet sich besonders für Veranstaltungen. Für diejenigen, die an der frischen Luft sitzen möchten, sind draußen unter dem Sonnendeck 60 Sitzplätze an Tischen.

    Für Personen mit Bewegungseinschränkung und Rollstuhl wird der „Raddampfer“ Herrsching besonders empfohlen. Zwar gibt es an Bord aller Schiffe der Flotte Behinderten-WCs, aber der „Raddampfer“ Herrsching hat auch barrierefreien Zugang zu allen Salons. Die bayerische Schifffahrt empfiehlt am Tag vor der geplanten Fahrt anzurufen, um sicherzustellen, dass die Schiffe mit barrierefreien Einrichtungen – die „Raddampfer“ Herrsching und Dießen – nach Fahrplan verkehren.

    In den Sommermonaten kann man auch malerische Sonnenuntergänge bei lauen Temperaturen an Bord eines der Schiffe erleben. Dazu wird die Rundfahrt ab Stegen von 18.10 Uhr bis 21 Uhr empfohlen.

    Sonderfahrten am Ammersee

    An Bord der Schiffe kann man nicht nur in schönem Ambiente von einem Steg zum nächsten schippern, es werden auch besondere Erlebnisfahrten angeboten. Einerseits gibt es Schlemmerfahrten mit Themen wie österreichische oder französische Küche, Fisch, Pasta oder auch eine Fondue Fahrt. Andererseits werden auch mehr Party-orientierte Fahrten angeboten, wie Tanzfahrten, Jazz Frühshoppen oder Schlagerpartys. Eine Übersicht und die Möglichkeit zu buchen finden Sie auf der Website des Veranstalters „Paul Müller Gastronomie“.

    Ein Dampfer der Ammersee-Flotte vor traumhaftem Alpenpanorama
    Ein Dampfer der Ammersee-Flotte vor traumhaftem Alpenpanorama Foto: Stefan Puchner, dpa (Symbolbild)

    Anfahrt mit dem ÖPNV

    Rund um den Ammersee gibt es zahlreiche Bahnhöfe mit einem Steg in der Nähe. Am Ostufer steuert man am besten den Bahnhof Herrsching mit der S-Bahn-Linie 8 aus München an. Vom Bahnhof sind es dann noch 500 Meter bis zum Herrschinger Steg. Am Westufer kann man mit der Bayerischen Regiobahn (RB 83/RB 67) aus Augsburg Richtung Weilheim zu den Anlegestellen in Dießen (250 Meter bis zum Steg), Riederau (250 Meter bis zum Steg) oder Utting (500 Meter bis zum Steg) fahren.

    Geschichte der Schifffahrt am Ammersee

    Der Schiffsverkehr auf dem Ammersee ist bereits mehr als 500 Jahre alt. Damals waren es aber noch keine großen Personentransporter, sondern kleine Fischerboote und Holztriften, die auf dem See unterwegs waren. Außerdem fuhr das Klosterschiff der geistlichen Obrigkeit dort herum, doch das Original ist in den Wogen der Zeit spurlos verschwunden. Ein Nachbau dieses Schiffs hatte 2001 seine Jungfernfahrt. Die Dampfschifffahrt auf dem Ammersee begann dann in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. 1878 ging die „Marie“, das erste Ammerseedampfschiff, in Betrieb. Die Werft der Ammerseeschifffahrt befindet sich aufgrund von historischen Zugverbindungen bis heute in Stegen.

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