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Astronaut in Meitingen: Ulrich Walters Erlebnisse im Weltall

Astronaut in Meitingen

Ulrich Walters Erlebnisse im Weltall

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    In 90 Minuten um die Welt / Vortrag von Prof. Ulrich Walter im SGL Forum Meitingen / Veranstalter war Inner Wheel Club Augsburg / .
    In 90 Minuten um die Welt / Vortrag von Prof. Ulrich Walter im SGL Forum Meitingen / Veranstalter war Inner Wheel Club Augsburg / . Foto: Marcus Merk

    Was hat ein Astronaut dabei, wenn er in den Weltraum fliegt? Einen Fallschirm, einen Trinkwasserbeutel, ein hochseetaugliches Gummiboot, ein Wasserschäufelchen und eine Angel. Das braucht er nämlich, um notfalls 48 Stunden im Meer zu überleben – falls etwas schief gehen sollte.

    „Das ist die Wahrheit“, erzählte Professor Dr. Ulrich Walter bei SGL Carbon dem amüsierten Publikum. Der Inner Wheel Club Augsburg – diesen bilden die weiblichen Rotarier mit insgesamt 55 Mitgliedern – hatte den Diplom-Physiker und D-2-Astronauten für eine Benefiz-Veranstaltung in Meitingen gewinnen können. Eingeladen waren die Rotary Clubs aus dem Raum Augsburg, unter anderem aus Augsburg, Gersthofen und Friedberg. Mit dem Erlös solcher Veranstaltungen unterstützt der Klub soziale oder kulturelle Projekte wie etwa Donum Vitae oder die Renovierung der Augsburger St.-Anna-Kirche.

    Schwierige Eignungstests

    „In 90 Minuten um die Welt“ lautete der Titel des Vortrags. Walter, der als Ordinarius für Raumfahrttechnik an der technischen Elite-Universität München lehrt, nahm das interessierte Publikum auf eine sehr unterhaltsame Reise mit. Der Beruf des Astronauten beginne, wenn man jung sei, beschrieb er, und zunächst seien schwierige Eingangstests bei einer Bewerbung zu stemmen.

    Von denen bekamen die Zuhörer gleich mal Kostproben, etwa vom zweidimensionalen Orientierungstest oder dem Sound Memory Test. Gar nicht einfach, zumal man noch herausragende Eigenschaften mitbringen muss als künftiger Astronaut: Etwa eine „glühende Überzeugung“, einen „schnellen Verstand“, „starke Nerven“, einen „unnachgiebigen Willen“ und natürlich auch „Freude am Leben und Heiterkeit“.

    1987 schaffte der damals 33-jährige Wissenschaftler Walter den Sprung ins Deutsche Astronautenteam. Dann begann für die Shuttle Mission D-2 eine fünfjährige Ausbildung mit Basis-Training, missionsspezifischem Nutzlasttraining und schließlich auch das Training bei der NASA in Florida. Im Mai 1993 startete Walter in den Weltraum und nach einem achteinhalbminütigen Flug befand er sich in der Schwerelosigkeit.

    Was er bei seiner Reise alles erlebte, welch überwältigende Aussichten er auf den Planeten Erde hatte, zeigte er in beeindruckenden Bildern – das nachts beleuchtete Europa, die Wüsten Afrikas – und sogar Einzelheiten wie den Canale Grande mit der Rialtobrücke in Venedig oder die Pyramiden von Gizeh. Diese kann man, mit dem entsprechenden Teleobjektiv vom Shuttle aus fotografiert, ganz genau erkennen. Nach dem Vortrag konnten sich die Zuhörer noch selbst mit Dr. Ulrich Walter unterhalten.

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