Die Firma Weinimport Hauser aus Fischach ruft wieder sein Weinmischgetränk Sangria 0,7 % Vol. aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes zurück. Wie das Unternehmen mitteilt, fehlt auf den Verpackungen mit der Losnummer L 6495 und L 6825 der Hinweis "Enthält Sulfite", was einem fehlenden Allergenhinweis entspricht. Laut Weinimport Hauser wurde der Hinweis beim Nachdruck der 1-Liter-Kartonverpackung entfernt. Es ist nicht das erste Mal, dass es in dem Unternehmen zu genau diesem Fehler kommt.
Vor genau einem Jahr war es zu einer ebensolchen Rückrufaktion gekommen. Damals wurde der Hinweis bei der Neugestaltung des Dekors der Verkaufsverpackung vergessen. Nun, so teilt das Unternehmen auf seiner Homepage mit, wurde derselbe Hinweis beim Nachdruck der Verpackung vergessen. Vor einem Jahr mussten 70.000 Liter Sangria zurückgenommen werden.
Das Weinmischgetränk an sich ist einwandfrei
Das Weinmischgetränk aus Wein, Saft und Sommerfrüchten aus der damals betroffenen Charge wurde übrigens vernichtet - obwohl es an dem Getränk an sich, das in Fischach seit vielen Jahren nach demselben Rezept hergestellt wird, nichts auszusetzen gab, wie auch das Landratsamt damals bestätigte. Es ging allein, wie jetzt auch, um den Hinweis auf Sulfite.
Fast jedem Wein und Weingetränk, auch vielen Bioprodukten, werden Sulfite zugesetzt. Das sind Teile der Schwefelsäure, die dafür sorgen, dass aus Wein nicht ganz schnell Essig wird. Sulfite können allerdings bei Allergikern Übelkeit, Kopfschmerzen, Durchfall und allgemeines Unwohlsein auslösen. Deshalb ist der Aufdruck ab einer bestimmten Konzentration auf der Verpackung vorgeschrieben.
Packungen können zurückgegeben werden
Die betroffenen Losnummern wurden vor allem in Edeka- und Marktkaufmärkten in den Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen und Thüringen sowie in angrenzenden Gebieten verkauft. Kundinnen und Kunden, die das entsprechende Produkt gekauft haben, können dieses gegen Erstattung des Kaufpreises auch ohne Vorlage des Kassenbons in ihren Einkaufsstätten zurückgeben.
Wie es nun zu dem neuerlichen Zwischenfall kommen konnte, darüber wollte das Unternehmen am Donnerstag keine Auskunft geben.